Andi Alder übernimmt beim FC Sirnach-Stella

Was zumindest absehbar war, ist eingetroffen. Der FC Sirnach trennt sich von seinem Trainer Vlado Nogic und auch von seinem Assistenten Miro Caktas. Mit der Verpflichtung von Andi Alder will man im Verein frühzeitig ein Zeichen setzen und hofft, dass der neue Mann es schafft, die Mannschaft wieder vorwärtszubringen.

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Andi Alder ist ein engagierter Trainer, der akribisch arbeitet und stets mit grossem Einsatz vorangeht. (Bild: Urs Bucher)

Andi Alder ist ein engagierter Trainer, der akribisch arbeitet und stets mit grossem Einsatz vorangeht. (Bild: Urs Bucher)

FUSSBALL. Die Verantwortlichen des FC Sirnach haben auf die schlechten Leistungen reagiert und sich entschieden, die Zusammenarbeit mit Cheftrainer Vlado Nogic und seinem Assistenten Miro Caktas per sofort zu beenden. Mit Andi Alder, der seine Juniorenzeit in Sirnach verbrachte und der beim Hinterthurgauer Verein vor Jahren auch seine ersten Schritte als Trainer unternahm, übernimmt ein in der Region bestens bekannter Mann die akut abstiegsbedrohte Mannschaft.

Der berühmte Tropfen zu viel

Die Kanterniederlage im Heimspiel gegen den FC Rüti vom vergangenen Sonntag war der berühmte Tropfen zu viel, der das Fass zum Überlaufen brachte. Der designierte neue Präsident Eugenio Marsicovetere und der Vorstand betonen, dass der Trainerwechsel aus rein sportlichen Gründen erfolgt sei. Dazu Marsicovetere: «Wir mussten reagieren. Unsere Hoffnung ist es, dass die Mannschaft mit einem neuen Mann an der Linie jetzt wieder in die Erfolgsspur findet.» Zum Duo Nogic/Caktas erklärt er: «Wir haben den beiden viel zu verdanken, ist es ihnen doch im Frühjahr in extremis gelungen, den Ligaerhalt zu sichern. An den schlechten Leistungen in dieser Vorrunde tragen sie bestimmt nicht allein die Schuld. Vor allem die Spieler müssen sich an der Nase nehmen, aber auch wir vom Vereinsvorstand stehen in der Verantwortung, ist es uns doch nicht gelungen, ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen.»

Alder setzt auf den Nachwuchs

Andi Alder war in den vergangenen neun Jahren beim FC Wil tätig, zuerst bei der U15 und U16 und dann während fast fünf Saisons bei der U20. Letztere führte er bis in die 2. Liga interregional. Er geniesst einen hervorragenden Ruf als akribischer Arbeiter und vor allem auch als Fachmann im Nachwuchsbereich. Im Januar 2015 übernahm Alder dann das Amt des Teamcoaches beim Fanionteam der Äbtestädter in der Challenge League. Sein Rücktritt erfolgte anfangs dieses Jahres, nachdem bekanntlich eine türkische Investorengruppe den FC Wil übernommen hatte. Dazu Alder: «Der FC Wil bot mir eine Vollzeitstelle als Teamcoach an. Das zwar verlockende Angebot konnte und wollte ich aus beruflichen und familiären Gründen nicht annehmen.»

«Ich bin ein Ur-Sirnacher»

Auf die Frage warum er denn jetzt ausgerechnet das Himmelfahrtskommando bei Sirnach übernehme, meint er: «Weil ich ein Ur-Sirnacher bin und mich die schwierige Aufgabe reizt. Eine Prognose lasse ich mir zum jetzigen Zeitpunkt aber sicher nicht entlocken. Zuerst will ich die Spieler kennenlernen und mir einen Überblick verschaffen. Und dann gilt es für alle zu arbeiten und zu kämpfen bis zum Umfallen.»

Diese Woche hat es im Hinterthurgau eine weitere Traineränderung gegeben. Andreas Hasler übernimmt beim FC Wängi vorderhand für zwei Spiele das Zepter. (pd)