An sich selber gescheitert

Den Frauen des FC Kirchberg ist der Saisonstart in der Nationalliga B missglückt. Die Toggenburgerinnen leisten sich beim Auswärtsspiel im Cornaredo von Lugano zu viele Unzulänglichkeiten und müssen eine 0:3-Niederlage akzeptieren.

Bettina Peter
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FUSSBALL. Die Kirchberger Fussballerinnen bereiteten sich während der Sommerpause optimal auf die Meisterschaft vor. Obwohl sie einige Niederlagen in den Testspielen einstecken mussten, fühlten sie sich bereit. Die Toggenburgerinnen wollen von Beginn weg die nötigen Punkte einfahren, damit es am Ende nicht wieder so spannend wird wie in der vergangenen Saison, als der Abstieg erst im letzten Spiel in extremis verhindert wurde.

Allen guten Vorsätzen zum Trotz verlor Kirchberg die Startpartie im Tessin mit 0:3. Die Luganesi, die vergangene Saison die Aufstiegsrunde zur NLA erreicht hatten, waren das bessere Team.

Viel zu harmlos

Die Kirchbergerinnen hatten sich vorgenommen, den Gegner früh unter Druck zu setzen, damit dieser nicht ins Spiel finden konnte. Dies gelang aber nur teilweise. Zwar liessen die Gäste vor allem in der Startphase kaum nennenswerte Torchancen zu, konnten selber aber zu wenige Akzente setzen. Mit vielen unnötigen Ballverlusten brachten sich die Toggenburgerinnen immer wieder selber in Schwierigkeiten, und die letzte Konsequenz in den Zweikämpfen liess zeitweise zu wünschen übrig. Zwar zeigten sich die Tessinerinnen nicht so aggressiv wie erwartet, was auch an der grossen Hitze gelegen haben dürfte, doch die Ostschweizerinnen konnten daraus keinen Profit schlagen. Im Gegenteil: Nach einer halben Stunde landete der Ball zum erstenmal im Gehäuse der Gäste. Die Angreiferin Luganos wurde in die Tiefe angespielt, lief praktisch alleine auf Kirchbergs Goalie Sabrina Tinner zu, liess sich nicht zweimal bitten und schob zum 1:0 ein. Nur kurze Zeit später ereignete sich eine ähnliche Szene. Wieder wurde eine Stürmerin in die Tiefe geschickt und erhöhte auf 2:0. Fragwürdig war, ob das Tor aus einer Abseitsposition entstand.

Kaum Torchancen

Auch in der zweiten Halbzeit konnten die Kirchbergerinnen nicht über sich hinauswachsen. Die vielen Fehlpässe zogen sich wie ein roter Faden durch die ganze Partie, und Kirchberg konnte sich kaum nennenswerte Torchancen erarbeiten. Eine Viertelstunde vor Schluss machten die Luganesi den Sack zu. Wieder war die Stürmerin in die Tiefe angespielt worden und traf zum 3:0. Über die ganze Partie gesehen waren die Kirchbergerinnen viel zu harmlos im Abschluss und produzierten zu viele Fehlpässe. Obwohl die Einstellung der Spielerinnen stimmte, reichte es nicht zu einem Punktgewinn.

Rapid Lugano – Kirchberg 3:0 (2:0) Tore: 30. 1:0. 38 2:0. 76. 3:0. Kirchberg: Tinner; Räber, Ruckstuhl, Bettina Peter, Schilter; Sätteli (65. Nicole Scherrer), Gemperle (65. Forrer), Böni; Drittenbass (55. Nadine Scherrer), Andrea Peter, Baumli.

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