An die Fasnacht – in die Skiferien

Lenggenwil ohne Fasnacht, das kann sich niemand mehr vorstellen. Dieses Jahr wird den skifahrenden Fasnächtlern ein Schnippchen geschlagen, denn die drei schönsten Tage beginnen am 29. Januar – exakt mit dem Start der Sportferien.

Zita Meienhofer
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Die Mädchen der Jungwachtgruppe Orion bemalen die Wände für ihren Fasnachtswagen. (Bilder: Zita Meienhofer)

Die Mädchen der Jungwachtgruppe Orion bemalen die Wände für ihren Fasnachtswagen. (Bilder: Zita Meienhofer)

LENGGENWIL. Als Fasnacht werden die Bräuche bezeichnet, mit denen die Zeit vor der sechswöchigen Fastenzeit ausgelassen gefeiert wird. Ausgelassen wird diese Zeit auch in Lenggenwil gefeiert, vor allem während dreier Tage, vom Freitag, 29. bis Sonntag, 30. Januar. Die närrischen Tage sind heuer sehr früh datiert. Die fasnächtlich dekorierten Restaurants öffneten bereits am 8. Januar. Am 10. Februar ist dann in den katholischen Regionen allerdings bereits schon wieder mit dem Aschermittwoch das Ende der Fasnacht angesagt.

Vorbereitungen tangiert

Dass die Fasnacht so früh im Jahr stattfindet – und zudem in Lenggenwil mit dem Beginn der Sportferienwoche zusammenfällt – ist nicht ganz ideal. «Mehr Familien als gedacht weilen nun während unserer Fasnacht in den Skiferien», erklärt Severin Löhrer, Präsident der Fasnachtsgesellschaft Lenggenwil. Er sieht da jedoch nicht eine Reduktion der Besucherzahl an den Abendanlässen, sondern eher am Umzug vom Sonntagnachmittag. Zu spüren bekamen die Veranstalter die Auswirkungen dieses frühen Termins vor allem bei den Vorbereitungen des Grossanlasses. «Während der Advents- und Weihnachtszeit denken die Leute nicht an die Fasnacht, deshalb musste einiges, vor allem die Sponsorensuche, bereits im November angegangen werden», so Löhrer.

Weniger Jungwächter dabei

Ob Fasnacht oder Skiferien, diese Frage hatten auch einige Lenggenwiler Familien zu stellen. Löhrer zeigt Verständnis, dass sich mehr Lenggenwiler, als die Organisatoren gedacht hatten, in den Ferien befinden. Im Helferstab sind deshalb weniger Einheimische im Einsatz als in den Vorjahren. Bemerkbar mache sich diese Abwesenheit hauptsächlich bei den mitwirkenden Kindern der verschiedenen Jungwachtgruppen, so Löhrer.

Teilnehmerinteresse ist gross

Nicht geringer als in den Vorjahren wird jedoch die Teilnehmerzahl am 38. Fasnachtsumzug zum Motto «Walt Disney» sein. «Wir wurden wiederum überrannt von Anfragen und mussten Gruppen und Guggen absagen», sagt Löhrer, «denn der Umzug soll nicht länger als zwei Stunden dauern.» Ebenfalls abgesagt worden sei jenen Gruppen, die nur mit einem Barwagen teilnehmen. Severin Löhrer weiss jedoch, dass es schwierig ist, diese auszusortieren.

Im vergangenen Jahr hat die Fasnachtsgesellschaft Lenggenwil als Neuheit, und um den Besucherstrom an den Abendanlässen besser zu koordinieren, ein Schlagerzelt aufgestellt. Das habe sich bestens bewährt, erklärt Löhrer, und wird deshalb auch diese Fasnacht wieder aufgebaut werden.

Bewährt hat sich auch das Maskottchen «Lenggi». Die übergrosse Lenggenwiler Fasnachtsfigur ist dieses Jahr zum viertenmal im Einsatz. Heuer schlüpft, wie im Vorjahr, Ramona Keller in das Kostüm.

Severin Löhrer Präsident Fasnachtsgesellschaft Lenggenwil

Severin Löhrer Präsident Fasnachtsgesellschaft Lenggenwil

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