Ampel für Grünaustrasse steht auf Orange

WIL. Das Ziel ist klar und besteht seit Jahren: Das Zentrum von Wil vom Verkehr entlasten. Das System gelangt aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens bald an die Kapazitätsgrenzen.

Philipp Haag
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WIL. Das Ziel ist klar und besteht seit Jahren: Das Zentrum von Wil vom Verkehr entlasten. Das System gelangt aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens bald an die Kapazitätsgrenzen. Es droht die Gefahr einer Überlastung im besonderen der Rudenzburg-Kreuzung, des Rössli-Kreisels sowie des Schwanen-Kreisels, der auch Dreh- und Angelpunkt für den öffentlichen Verkehr ist. Die Fahrplanstabilität ist gefährdet.

Strategie Strasse erarbeitet

Um Entlastungs- und mögliche lenkende Massnahmen aufzuzeigen, liess der Stadtrat die Studie «Strategie Strasse» erarbeiten, wie diese Zeitung bereits berichtete. In dieser sind fünf aufeinander aufbauende Szenarien enthalten. Als Bestvariante hat sich diejenige herauskristallisiert, welche den Bau des Autobahnanschlusses Wil West vorsieht sowie die Netzergänzungen Nord sowie Grünaustrasse, die vom Gammakreisel zur Fürstenlandstrasse führt. Kombiniert werden flankierende Massnahmen eingeführt wie die Kanalisierung des zentrumsnahen Verkehrs auf einem Übergangsnetz, vom Durchgangsverkehr befreite Zonen oder Pförtnerungen, welche eine Busbevorzugung ermöglichen.

Basis für Richtplan

Die Bestvariante ist als Paket zu betrachten. Das Strategiepapier dient als Basis für den neuen kommunalen Richtplan, bei dem diejenigen von Bronschhofen und Wil zusammengeführt werden und soll ins Agglomerationsprogramm 3. Generation einfliessen. Die Studie «Strategie Strasse» wird heute abend dem Wiler Stadtparlament zur Kenntnisnahme vorgelegt. Doch nun tritt die Bau- und Verkehrskommission, welche das Strategiepapier beraten hat, bei den Netzergänzungen auf die Bremse. Mit drei zu zwei Stimmen bei einer Enthaltung misst sie den flankierenden Massnahmen eine hohe Wichtigkeit bei und empfiehlt deren klare Priorisierung. Es seien erste Wirkungen abzuwarten und zu beurteilen, heisst es in ihrem Bericht, «und dann in B- und C-Priorität die Netzergänzungen vorzunehmen».

Heute im Parlament

Des weiteren sind für die öffentliche Parlamentssitzung von heute abend ab 17 Uhr in der Tonhalle die folgenden Geschäfte traktandiert:

• Geschäftsbericht 2015 der Thurvita AG.

• Postulat Adrian Bachmann (FDP): «Tagesschulen in der Stadt Wil»; Erheblicherklärung.

• Postulat Urs Etter (FDP): «Smart-City Wil»; Erheblicherklärung.

• Interpellation Christoph Hürsch (CVP): «Bergholz: Gedanken zur Zukunft».

Informationen: www.stadtwil.ch/parlamentssitzung

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