Am Tiefpunkt angelangt

Der EC Wil verliert auswärts gegen Wetzikon mit 4:1 (0:1, 0:0, 4:0) und ist nun Tabellenletzter.

Remo Beerli
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Eishockey. Die Niederlage gegen den bisherigen Tabellenletzten war für die Bären besonders bitter, weil die Wiler über 40 Minuten lang in Führung lagen und der Gegner phasenweise desolat spielte. Dass man gegen einen derart schwach spielenden Gegner den Sieg noch aus der Hand gibt zeigt auf, dass bei den Äbtestädter derzeit vieles nicht stimmt.

Frühe Führung

Im Kellerduell zwischen dem Letzten und dem Zweitletzten in der Tabelle begannen beide Mannschaften sehr nervös. Es schlichen sich auf beiden Seiten etliche Fehlpässe ein und so bekamen die Zuschauer in der Eishalle Wetzikon zu Beginn ein Spiel auf eher bescheidenem Niveau zu sehen. Die wenigen Torchancen die es im ersten Abschnitt zu sehen gab, hatten allesamt die Wiler.

Bei einer dieser Möglichkeiten verursachte die erste Sturmreihe um Scherrer, Steimer und Steinegger viel Verkehr vor Grissemann im Tor von Wetzikon. Steinegger behielt als einziger die Übersicht und passte zu Scherrer, der zum 1:0 vollendete. Die Gäste hätten zur ersten Pause noch höher führen können, doch Köfer und Mäder scheiterten jeweils an der Torumrandung.

Kampf und Krampf

Das Geschehen auf dem Feld wurde auch im zweiten Abschnitt nicht ansehnlicher, beiden Mannschaften gelang es kaum, sich nennenswerte Möglichkeiten in der Offensive zu erspielen und so lebte die Partie mit fortschreitender Spieldauer immer mehr von der Spannung. Die einzige echte Torchance im Mitteldrittel für die Bären vergab Lüthi, als er alleine an Grissemann im Tor der Zürcher Oberländer scheiterte

Der Zusammenbruch

Im Schlussdrittel sahen die Wiler immer mehr wie die sicheren Sieger aus. Doch als der EC Wil in der 51. Minute gleich zwei Strafen kassierte, kam die grosse Wende. Holdener erzielte per Ablenker im darauf folgenden Powerplay den Ausgleich. Danach fand praktisch jeder Schuss des Heimteams den Weg ins Tor. Bemitleidenswert war dabei vor allem Goalie Andrea Demont, der zuvor 50 starke Minuten gespielt hatte. Bis zur 55.

Minute hatten die Zürcher Oberländer bereits auf 3:1 erhöht und das 4:1 fiel kurz vor Schluss noch ins leere Tor.

EHC Wetzikon – EC Wil (0:1, 0:0, 4:0) Eishalle Wetzikon: – 217 Zuschauer - Sr. Wiegand (Rüegg, Remund) Strafen: 7 mal 2 Min. und einmal 5 Min. plus Spieldauerdisziplinarstrafe (Portmann) gegen Wetzikon, 10 mal 2 Min. gegen Wil. Tore: 7. Scherrer (Steinegger, Steimer) 0:1, 51. Holdener (Rohrer, Ausschluss Steinegger und Filli) 1:1, 53. Elsener (S. Müller, Holdener, Ausschluss Filli) 2:1, 55. S. Müller (Elsener, Ausschluss Steimer) 3:1, 58. S. Müller (Ausschluss Holdener) 4:1. EHC Wetzikon: Grissemann; Holdener, N. Brunner; Mettler, Lange; Durisch, Salani; O. Brunner, Hvjdt; Elsener, S. Müller, Vesely; Portmann, Tschudy, R. Müller; Schälchli, Deubelbeiss, Rohrer; Baer, De Martin, Reichart. EC Wil: Demont; Lipp, Mäder; Schwarz, Steffen; Maier, Hohl; Steinegger, Steimer, Scherrer; Fontana, Filli, Diethelm; Lüthi, Köfer, Fisch; Rötheli. Bemerkungen: Wil ohne Kaiser und Bahar (verletzt). Time Out Wil in der 24. Minute. Time Out Wetzikon in der 51. Minute.

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