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Am Rande – aber nur geografisch: Auch Flawil wird den Einfluss von Wil West spüren

Flawil liegt nicht im Einzugsgebiet von Wil West. Ohne Einfluss auf die Gemeinde wird das Projekt aber kaum sein. Gesamtprojektleiter Peter Guler referierte über das Projekt.
Tobias Söldi
Peter Guler, Gesamtprojektleiter Wil West, informiert das Flawiler Gewerbe über den Stand des Projektes. (Bild: Tobias Söldi)

Peter Guler, Gesamtprojektleiter Wil West, informiert das Flawiler Gewerbe über den Stand des Projektes. (Bild: Tobias Söldi)

Für die einen eine einmalige Chance, ein visionäres Projekt, für die anderen eine Fehlentwicklung: Wil West polarisiert. Das Projekt will das Gebiet an der Peripherie Wils in den nächsten 25 Jahren zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort machen und so die gesamte Region wirtschaftlich stärken.

Dafür sieht der Entwicklungsschwerpunkt die Ansiedlung von bis zu 3000 Arbeitsplätzen auf einer Fläche von 10 Hektaren vor. Um das Gebiet zu erschliessen und die Verkehrssituation zu beruhigen, soll unter anderem auch ein neuer Autobahnanschluss entstehen.

An der Peripherie

Hinter Wil West stecken die Kantone Thurgau und St.Gallen sowie die 22 Gemeinden der Regio Wil. Oberbüren und Oberuzwil sind Mitglieder des Vereins, Flawil bereits nicht mehr. Die Gemeinde gehört der Regio Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee an.

Trotzdem ist Peter Guler, Gesamtprojektleiter von Wil West, der Einladung der Handels- und Industrievereinigung Flawil gefolgt und hat am Donnerstagmittag im Restaurant Rössli das Projekt vorgestellt. Dass er dazu eingeladen worden sei, zeige, welche Ausstrahlungskraft Wil West habe, so Guler.

«Auch wenn Flawil technisch gesehen nicht zur Regio Wil gehört.»

2023 erste sichtbare Zeichen auf dem Areal

Ohne Einfluss auf die Gemeinden um das Einzugsgebiet wird Wil West aber kaum bleiben. Das wird allein schon durch die Grösse des Projektes deutlich: Vorgesehen sind 2000 bis 3000 Arbeitsplätze, ein neuer Autobahnanschluss Wil West, zwei Buslinien, zwei neue Bahnhaltestellen sowie verschiedene Flankierende Massnahmen zur Verkehrsoptimierung.

«Wil West soll ein konzentriertes Wirtschaftswachstum ermöglichen und die Lebens- und Arbeitsqualität der Region fördern», erklärt Projektleiter Guler. Ab 2023 sollten auf dem Areal erste sichtbare Zeichen zu sehen sein. Die Umsetzung des ganzen Projekts wird mindestens bis 2027 dauern.

Auch für Flawiler Betriebe hätte es Platz

Was bedeutet das alles für die Gemeinde Flawil, nicht direkt involviert zwar, aber am Rande des Einzugsgebiets von Wil West? Im Anschluss an sein Referat sagt Guler:

«Flawil hätte mit Wil West ein attraktives Wirtschaftsgebiet vor der Haustüre.»

Wie sich der Unternehmensmix in Wil West genau zusammensetzen wird, ist zwar noch zu grossen Teilen offen – was man nicht will: mobilitätsintensive Unternehmen – dennoch dürften das Gebiet auch für Flawiler Unternehmen interessant sein. «Es ist durchaus denkbar, dass auch Flawiler Unternehmen nach Wil West ziehen.» Je ein Drittel des Areals soll durch einheimische Unternehmen und Neuansiedlungen besetzt werden, der letzte Drittel soll öffentlichen sowie halböffentlichen Institutionen Platz bieten.

Wil West ist noch nicht überall angekommen

Auch die Zusammensetzung der Bevölkerung von Flawil könnte sich im Zuge von Wil West verändern. Dahinter steckt ein weiteres wichtiges Anliegen der Verantwortlichen von Wil West.

«Junge Leute hätten die Möglichkeit, in der Region zu arbeiten und zu leben statt nach Zürich oder St.Gallen zu pendeln oder gar wegzuziehen.»

Und natürlich würde Wil West wohl auch den einen oder anderen Neuzuzüger nach Flawil bringen.

«Warum soll ein Sarganserländer für Wil West stimmen?»

Dass Guler auch ausserhalb des Einzugsgebiet für das Projekt weibelt, hat noch einen weiteren Grund: Vielerorts ist das Projekt noch nicht «angekommen», wie Guler sagt. «Es besteht ein enormer Informationsbedarf. Wir starten erst mit der Kommunikation.» Das ist insofern von Bedeutung, als die Bevölkerung des Kantons St.Gallen zu gegebener Zeit zum Projekt Stellung nehmen kann. «Warum soll ein Sarganserländer für Wil West stimmen?», lautete eine Frage aus dem Publikum. Guler betonte dabei den finanziellen Nutzen, der sich durch Wil West für den ganzen Kanton ergeben würde, etwa durch Steuereinnahmen.

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