Altlasten entsorgen trotz einwandfreier Wasserqualität

BRONSCHHOFEN. Neben Jahresrechnung und Budget setzte sich die Bürgerversammlung der Dorfkorporation Bronschhofen auch mit der Sanierung von Altlasten auseinander. 88 Stimmbürger waren anwesend. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von rund 35 000 Franken.

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BRONSCHHOFEN. Neben Jahresrechnung und Budget setzte sich die Bürgerversammlung der Dorfkorporation Bronschhofen auch mit der Sanierung von Altlasten auseinander. 88 Stimmbürger waren anwesend. Die Jahresrechnung schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von rund 35 000 Franken. Sie wurde von den Bürgern einstimmig angenommen. Im Jahr 2013 wurde ein neues Wasserleitsystem installiert, welches den Grossteil der Investitionen ausmachte. Mit dem neuen Wasserleitsystem ist die Dorfkorporation Bronschhofen wieder auf dem technisch neuesten Stand.

Neue Mittelspannungsleitung

Im Bereich Strom wurde im Frühjahr eine neue Mittelspannungsleitung für das Gebiet Himmelrich gebaut. Damit konnte eine Schwachstelle im Versorgungsnetz behoben werden. Das Quartier Himmelrich ist jetzt in einem sogenannten Ring geschaltet, was erheblich zur Versorgungssicherheit beiträgt. Ebenfalls war die Dorfkorporation im Stromeinkauf sehr aktiv. Der Verwaltungsrat ging eine neue Energiepartnerschaft mit der Swisspower Energy AG ein. Dies ermöglicht attraktivere Strompreise. Bei den Privathaushalten sind im vergangenen Jahr rund 150 Smartmeter in Betrieb genommen worden. Mit den intelligenten Stromzählern können die Kunden über ein Webportal ihren Strom- und Wasserverbrauch selber kontrollieren.

Resultate veröffentlicht

In der allgemeinen Umfrage informierte Heinrich Adler, Leiter Bereich Altlasten vom Amt für Umwelt und Energie des Kantons St. Gallen, über den Stand der Untersuchungen möglicher Standorte von Altlasten. Seit Mai 2011 laufen historische Abklärungen und technische Untersuchungen. Das Ingenieurbüro Progeo Wil leitete die aufwendigen Untersuchungen. Das Resultat konnte nun veröffentlicht werden. Mehrere bekannte belastete Standorte von Deponien aus dem letzten Jahrhundert wurden abgeklärt. Bei den Standorten stellte sich als Resultat heraus, dass sie weiter beobachtet werden müssen, aber keine weiteren Massnahmen notwendig sind. Während der Untersuchungen kam eine weitere Mülldeponie zum Vorschein, deren Standort am Anfang nicht bekannt war. Diese liegt in der Wasserschutzzone des Grundwasserpumpwerkes Dreibrunnen.

Auf Dreibrunnen angewiesen

Hydrologisch konnte kein Nachweis vom Wasser aus der Deponie im Trinkwasser in der Brunnenfassung nachgewiesen werden. Es bestand auch nie eine direkte Gefährdung für die Bevölkerung. Im Gegenteil, alle Wasserproben, zum Teil täglich über drei Monate entnommen, erwiesen sich als einwandfrei. Das Gesetz über Wasserschutzzonen und Altlasten lässt dennoch keinen Spielraum. Wenn das Wasser aus Dreibrunnen weiter als Trinkwasser genutzt werden soll, müssen die Altlasten zwingend fachgerecht entsorgt werden. Die Kosten für die Sanierung sind noch nicht bekannt, sollen aber abgeklärt werden. Bronschhofen ist auf das Wasser aus Dreibrunnen angewiesen, beträgt der Anteil doch fast 20 Prozent. (pd)

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