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Altglas richtig sammeln

Uzwil In welches Loch gehört die blaue Prosecco-Flasche? Darf ich das kaputte Trinkglas in den Glascontainer werfen? Muss ich die Papieretikette auf dem Konfiglas entfernen? Die Vetro-Swiss-Plakate an den Glassammelstellen in Uzwil liefern Antworten.

Uzwil In welches Loch gehört die blaue Prosecco-Flasche? Darf ich das kaputte Trinkglas in den Glascontainer werfen? Muss ich die Papieretikette auf dem Konfiglas entfernen? Die Vetro-Swiss-Plakate an den Glassammelstellen in Uzwil liefern Antworten.

Das korrekte Sammeln von Altglas ist zentral für die spätere Verwertung. Max Zulliger von Vetro Swiss: «Um aus den Scherben wieder neue Flaschen herzustellen, müssen sie möglichst frei von Fremdstoffen und sauber nach Farben getrennt sein.» Denn eine braune Flasche lässt sich nur aus braunem Altglas herstellen, weisse nur aus weissem. Im Grünglas stören Fremdfarben am wenigsten. Deshalb: Ist das Gebinde blau, rot oder die Farbe unklar – ab ins grüne Loch damit.

Problematische Fremdstoffe

Nichts verloren im Glascontainer haben hingegen Trinkgläser, Vasen, Fenster- oder Spiegelglas. Denn Kristallgläser können Blei enthalten – ein Schwermetall, das in Lebensmittelverpackungen nicht erwünscht ist. Auch Spiegel und Fensterglas können wegen ihrer chemischen Zusammensetzung in der Produktion von Neuglas nicht verwertet werden. Das grösste Problem bei der Altglasverwertung sind Keramik und Tonscherben. Sie lösen sich im Schmelzprozess nicht vollständig auf und führen zu hohen Ausschüssen in der Glasproduktion.

Konfi-, Gurken- oder Pesto-Gläser sind auszuspülen, weil die Essensreste Insekten anziehen, Gerüche verbreiten und die Glasaufbereitung beeinträchtigen. Naschen Bienen an den Honigresten im Altglascontainer, können sie sich mit einer gefährlichen Krankheit anstecken. Bei Honiggläsern ist also besondere Sorgfalt geboten. Am besten werden die Lebensmittelgläser in die Spülmaschine gestellt.

Die Schweizer Bevölkerung bringt über 90 Prozent des Altglases zur Sammelstelle. «Damit belegen wir weltweit eine Spitzenposition», sagt Zulliger. Glas lässt sich endlos wiederverwerten. Damit werden nicht nur Rohstoffe eingespart, sondern auch viel Energie. Denn Glasscherben zu schmelzen statt Primärrohstoffe verbraucht rund 25 Prozent weniger Energie. (pd)

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