Alterswohnungen sind gefragt

Eine Arbeitsgruppe orientierte erstmals über das Projekt Wohnen im Alter an der Fichtenstrasse in Uzwil. Dort sollen über 30 Wohnungen entstehen. Der Aufmarsch zeigte, dass das Interesse der älteren Bevölkerung vorhanden ist.

Urs Bänziger
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Die Projektstudie von Architekt Klemens Dudli vermittelt einen ersten Eindruck, wie die Überbauung mit den Alterswohnungen an der Fichtenstrasse aussehen könnte. (Bild: Visualisierung: pd)

Die Projektstudie von Architekt Klemens Dudli vermittelt einen ersten Eindruck, wie die Überbauung mit den Alterswohnungen an der Fichtenstrasse aussehen könnte. (Bild: Visualisierung: pd)

UZWIL. Wenn sich ein Drittel der Gekommenen entschliessen würde, in die Alterswohnungen an der Fichtenstrasse einzuziehen, wäre die geplante Überbauung bereits voll belegt. Doch so weit ist das Projekt noch lange nicht. Der Orientierungsabend vom Montag war für die Arbeitsgruppe der erste Auftritt in der Öffentlichkeit, vorab, um festzustellen, ob das Projekt Wohnen im Alter bei den älteren Semestern in Uzwil auf Interesse stösst.

Hundert wollten mehr wissen

Das Interesse ist vorhanden, kamen doch gegen hundert Personen ins katholische Pfarreiheim. Sie stellten zahlreiche Fragen – die meisten konnten die Mitglieder der Arbeitsgruppe noch nicht bis ins Detail beantworten. Das Projekt stehe erst am Anfang, sagte Gemeindepräsident Lucas Keel. Fragen stellte auch die Arbeitsgruppe, in Form eines Fragebogens. Darin wollte sie von den Besuchern wissen, wie konkret das Interesse ist, ob die angestrebten Mietpreise akzeptabel sind und ob man bereit ist, einen Anteilschein zu kaufen oder ein Darlehen zu geben.

Anteilscheine und Darlehen deswegen, weil eine noch zu gründende Wohnbaugenossenschaft die Bauherrschaft übernehmen soll. Der Vorteil einer Genossenschaft sei, dass sie regional verankert und breit abgestützt sei. Das Wohnen im Alter soll zu keinem Spekulationsobjekt werden, und die Mietpreise sollen erschwinglich sein. Der soziale Gedanke ist auch der Eigentümerin des Baulandes an der Fichtenstrasse wichtig. Die Katholische Kirchgemeinde Henau-Niederuzwil wolle das Land nachhaltig, für einen sozialen Zweck zur Verfügung stellen, sagte Präsident Paul Gähwiler. Die Kirchbürger sollen im Frühjahr 2016 darüber entscheiden, ob sie das Land im 100jährigen Baurecht an die Wohnbaugenossenschaft abtreten wollen.

Drei Gebäude

Der Uzwiler Architekt Klemens Dudli hat im Auftrag der Arbeitsgruppe eine Projektstudie erstellt. Diese sieht vor, auf der Wiese unterhalb des Buecherwäldli zwei drei- sowie ein viergeschossiges Gebäude zu erstellen. Vorgesehen sind Zweieinhalb-, Dreieinhalb- und einige wenige Viereinhalbzimmerwohnungen. Gebäude und Wohnungen werden rollstuhlgängig sein. Geplant ist zudem, die Wohnungen mit Alarmknopf auszustatten. Die Sicherheit sei ein wichtiger Aspekt der Alterswohnungen, betonte Keel. Deshalb stehe man für eine Zusammenarbeit bereits in Kontakt mit dem Buecherwäldli.

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