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Alternative zur Sanierung des Zuzwiler Dorfbachs ist möglich, aber teuer

Die Abklärungen zur Sanierung des Dorfbaches sind abgeschlossen. Die Berichte zeigen, dass nebst dem Gerinneausbau auch ein Entlastungsstollen möglich wäre. Dieser wäre aber um einiges teurer.
Dinah Hauser
Der Dorfbach in Zuzwil ist nicht auf Hochwasser ausgelegt, eine Sanierung ist nötig. (Bild: PD)

Der Dorfbach in Zuzwil ist nicht auf Hochwasser ausgelegt, eine Sanierung ist nötig. (Bild: PD)

Eine Alternative zur Dorfbachsanierung, das wollten die Stimmbürger. So hatten sie den Gemeinderat im März 2018 an der Bürgerversammlung beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für einen Entlastungsstollen in Auftrag zu geben. Nun liegen die Ergebnisse vor: Ein Gerinneausbau, also eine Verbreiterung oder Vertiefung des Bachbetts, sowie die Alternative eines Entlastungsstollens sind umsetzbar. Jedoch kostet letztere mit 17,7 Millionen Franken mehr als doppelt so viel.

Wie sich der Gemeinderat zur Alternative positioniert, ist indes unklar. Gemeindepräsident Roland Hardegger sagt:

«Wir wollten in einem ersten Schritt die Bürgerinnen und Bürger über den Stand des Auftrages informieren.»

So hätten die Leute Zeit, sich auszutauschen und eine Meinung zu bilden. Am 25. Juni werde es eine öffentliche Informationsveranstaltung geben. «Ziel ist es, dass bis dann das weitere Vorgehen durch den Gemeinderat kommuniziert werden kann», sagt Hardegger. Bis Ende Juni sei zudem die Stellungnahme des Bundes in Aussicht gestellt worden.

Kanton bevorzugt Gerinneausbau

Aus der Medienmitteilung geht hervor, dass das kantonale Amt für Wasser und Energie aus wasserbaulicher Sicht der Gerinneausbau bevorzugt. Diese Haltung wird unter anderem mit den tieferen Kosten begründet. Zudem müsse längerfristig nur ein System unterhalten werden. Ein Gerinneausbau würde der gängigen Praxis bei Wasserbauprojekten entsprechen. Auch im kurzen, engen Dorfbereich wird der Gerinneausbau als zumutbar erachtet. Die Mehrkosten gegenüber einem konventionellen Gerinneausbau ergeben keinen wasserbaulichen Mehrwert. Ob sich der Mehraufwand für die Gemeinde von rund 9,2 Millionen Franken lohne, sei ein politischer Entscheid, so das kantonale Amt.

Überschwemmungen im Jahr 2015

Dass der Hochwasserschutz notwendig ist, ist spätestens seit dem 14. Juni 2015 klar. An diesem Sonntagabend setzte urplötzlich ein sintflutartiger Regen ein. Vor allem im unteren Teil konnte der Dorfbach die Wassermassen nicht abführen und trat an mehreren Stellen über die Ufer; zahlreiche Keller wurden überflutet.

Bereits vor der Überschwemmung war die Perimeterunternehmung Dorfbach in der Pflicht, Massnahmen zum Hochwasserschutz zu ergreifen. Im Mai wurden deswegen Ablagerungen aus dem Bach entfernt. Hardegger sagt:

«Zum Glück. Ansonsten wäre es wahrscheinlich noch schlimmer gekommen.»

Die Pläne für die Sanierung wurden konkreter. Der Gemeinderat kam zum Schluss, dass das Bachbett ausgebaut werden soll. «Aber bereits im Ende August 2017, als wir den Ausbau kommunizierten, erhielten wir Anfragen von den Bürgern, ob es nicht eine Alternative gäbe», sagt Hardegger. Diese hätten sich dann an der Bürgerversammlung im März 2018 konkretisiert und die Bürger hiessen einen Kredit von 110000 Franken gut, um die Machbarkeitsstudie zu finanzieren.

Hinweis Am Dienstag, 25. Juni, 19.30 Uhr, informiert der Gemeinderat in der Turnhalle 1 über die Sanierung des Dorfbachs.

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