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Also doch: Der FC Wil kann auch auswärts siegen

Dank dem 2:1-Erfolg in Winterthur erhöht der FC Wil den Druck auf Leader Lausanne-Sport. Die eingewechselten Akteure spielen eine entscheidende Rolle. Allen voran Edeljoker Erhan Yilmaz, der mit seinem Tor in der vorletzten Minute das Spiel entscheidet. Alle sieben Saisontreffer erzielte er bei Kurzeinsätzen.
Simon Dudle
Eine Leistungssteigerung nach der Pause brachte Kagan Söylemezgiller und dem FC Wil den ersten Auswärtssieg seit Ende Oktober. (Bild: Gianluca Lombardi)

Eine Leistungssteigerung nach der Pause brachte Kagan Söylemezgiller und dem FC Wil den ersten Auswärtssieg seit Ende Oktober. (Bild: Gianluca Lombardi)

WIL. «Ich war am Ende meiner Kräfte und habe die letzte Kraft in diesen Schuss gelegt», sagte Erhan Yilmaz nach dem Spiel. Der 21jährige Mittelfeldspieler gab diese Aussage nach einem Kurzeinsatz über 24 Minuten zu Protokoll. Hintergrund: Yilmaz war die ganze Woche vor der Partie erkältet und spürte dies auch noch am Spieltag. Dies hielt ihn aber nicht davon ab, zum Matchwinner zu avancieren. Als Yilmaz in der 89. Minute vom ebenfalls eingewechselten Marvin Spielmann angespielt wurde, schlug er noch einen Haken und traf mit einem Schuss aus rund 20 Metern Distanz.

Für den Mittelfeldakteur, der in der vergangenen Saison noch bei Havelse in der vierthöchsten Liga Deutschlands gespielt hatte, war es der siebte Saisontreffer. Alle Tore hat er als Einwechselspieler erzielt. «Wenn es so weitergeht und ich immer treffe, bleibe ich gerne Joker», sagte der deutsch-türkische Doppelbürger. Durchschnittlich alle 89 Minuten erzielt Yilmaz einen Treffer. Kein anderer Spieler in den Reihen des FC Wil ist produktiver. Doch was sind die Gründe, dass der Edeljoker als Einwechselspieler regelmässig trifft, als Stammspieler aber nicht? «Ich beobachte das Spiel von aussen und sehe die Schwächen der Gegenspieler. Die sind in der zweiten Halbzeit platt, und ich komme frisch rein», so Yilmaz.

Zweiter Sieg in Winterthur

Der Jubel nach dem Siegtreffer war riesig – nicht nur beim Torschützen, sondern bei der ganzen Mannschaft. Den Spielern war anzusehen, dass viel Druck abfiel. Gerade in Auswärtsspielen hatten sie in dieser Saison oft enttäuscht und seit Ende Oktober auf des Gegners Platz nicht mehr gewonnen. In Winterthur war es allerdings bereits der zweite Sieg im laufenden Championat. Schon im Juli des Vorjahres hatten die Äbtestädter auf der Schützenwiese gesiegt – ebenfalls mit 2:1.

Top-Torschütze auf der Bank

Neben Yilmaz waren auch die anderen beiden Einwechselspieler massgeblich am Sieg beteiligt. Marvin Spielmann, der eine Woche zuvor für die Schweizer U20-Nationalmannschaft getroffen hatte, brachte nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit frischen Wind und viel Zug auf das gegnerische Tor. Auch beim ersten Wiler Treffer leistete er die Vorarbeit, als sein Ball von einem Pfosten an den anderen und dann Torschütze Jocelyn Roux vor die Füsse sprang.

Für Roux, zehn Minuten zuvor eingewechselt, war das Tor befreiend. Denn seine persönliche Situation ist nicht eben einfach. In der Winterpause kam er als Leader der Challenge-League-Torschützenliste von Tabellenführer Lausanne nach Wil, wo er nach vier Partien den Stammplatz an Mert Nobre verlor. Das Tor in Winterthur war sein zweites für die Ostschweizer. «Ja, die Situation ist schwierig, als Top-Torschütze nicht zu spielen. Ich habe aber Lust auf weitere Treffer und möchte meine Qualitäten zeigen», sagte Roux.

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