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Als Wil einen eigenen TV-Sender hatte: Schülerin Alina Osterwalder schrieb ihre Maturaarbeit darüber

Für ihre Maturaarbeit riskierte sie «viereckige Augen»: Kantischülerin Alina Osterwalder setzte sich mit dem Pilotprojekt «Lokalfernsehen Wil» auseinander – insbesondere mit den Anfängen des ehemaligen Senders.
Joëlle Ehrle
Lokalnews aus der Flimmerkiste: Die erste Sendung wurde im September 1980 ausgestrahlt. (Bild: PD)

Lokalnews aus der Flimmerkiste: Die erste Sendung wurde im September 1980 ausgestrahlt. (Bild: PD)

Alina Osterwalder aus Bronschhofen entschied sich nicht ohne Grund dafür, sich in ihrer Abschlussarbeit mit dem ehemaligen Wiler Lokalfernsehen zu beschäftigen. «Ich bin mit diesem Medium aufgewachsen», sagt die angehende Maturandin. Strahlend und stolz erzählt sie von der Realisierung ihrer Maturaarbeit. Bereits als Kleinkind sei sie fasziniert gewesen von der Welt der Nachrichten, besonders derer aus dem viereckigen Kasten. Kein Wunder: Ihr Vater, Reto Osterwalder, war Programmschaffender beim einstigen Wiler Lokalsender.

Damals, als einer von rund 115 Freiwilligen, beteiligte er sich aktiv am Erfolg der Sendungen und ist auch heute noch ein gefragter Mann in der Medienbranche. «Dank ihm wusste ich schon vor dem Schreiben sehr viel über das Thema», sagt die 18-jährige Maturandin, die allerdings selbst nicht vorhat ins TV-Business einzusteigen – oder zumindest nicht in absehbarer Zeit. «Ich will Jura studieren und Anwältin werden. Aber vielleicht lässt sich dies irgendwann kombinieren.»

Spannende Recherchen

Während ihrer Arbeit befasste sich die Schülerin hauptsächlich mit den Versuchsphasen des Lokalfernsehens, die auf die Jahre 1980 bis 1983 zurückgehen. Um diese Informationen zu erhalten, führte sie aufschlussreiche Gespräche mit Programmschaffenden und ehemaligen Moderatoren. Dabei erfuhr sie, dass die Äbtestadt damals die erste Schweizer Gemeinde mit einem konzessionierten TV-Kanal war und, dass ab 1980 wöchentlich Sendungen ausgestrahlt wurden. Anfangs noch mit klaren Organisationsstrukturen, später als offener Kanal unter der Leitung von Engagierten.

Um noch mehr darüber zu erfahren, recherchierte sie lange Zeit im Material des Stadtarchivs, «wo man viel über das Thema finden kann», sagt sie. So wusste Alina Osterwalder schliesslich alles über die Startphase des ehemaligen Senders. «Hätte es der Umfang meiner Maturarbeit zugelassen, wäre ich gerne noch auf die weitere Entwicklung des Tele Wil-Projekts eingegangen.» Dieses endete abschliessend mit der Einreichung eines neuen Gesuchs für TVO St. Gallen im Jahr 1999.

Bei den Jungen unbekannt

Für viele in ihrem Alter sei der Begriff «Lokalfernsehversuch in Wil» jedoch ein Fremdwort. Umso interessanter sei für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler die Präsentation der Maturaarbeit gewesen. «Viele wussten gar nicht, dass das Wiler Lokalfernsehen einst existierte», so die Kantischülerin.

Wichtig, gut informiert zu sein

Über das aktuelle Weltgeschehen informiert zu sein, ist für Alina Osterwalder, die in ihrer Freizeit Golf spielt und Leiterin des Mädchenvereins Blauring Bronschhofen ist, sehr wichtig. Aus diesem Grund konsumiere sie auch regelmässig Medien: «Ich lese Zeitungen und abends schaue ich meistens News-Sendungen im Fernsehen.»

Auch wenn Alina Osterwalder mit Jahrgang 2001 nicht zum Publikum des einstigen Lokalfernsehens Wil gehört, kann sie sich gut vorstellen, dass der Lokalsender sehr beliebt gewesen sein muss:

«Mir wurde gesagt, dass das Wiler Lokalfernsehen Highlight des Tages war. Zur Sendezeit waren die Strassen in Wil leer.»

Und sie fügt hinzu: «Würde der Sender heute noch existieren, wäre ich mit Sicherheit eine treue Zuschauerin.»

Auf dem Deckblatt von Alina Osterwalders Maturaarbeit prangt das «Bärensignet» des Senders. (Bild: Joëlle Ehrle)

Auf dem Deckblatt von Alina Osterwalders Maturaarbeit prangt das «Bärensignet» des Senders. (Bild: Joëlle Ehrle)

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