Als sie der Ehrgeiz doch packte

Der FC Frauenfeld und der FC Sirnach beendeten ihre Partie 2:2 (1:0) unent- schieden. Die Hinterthurgauer beenden die Saison somit auf Rang 4.

Urs Nobel
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FUSSBALL. Gratulationen, dass der FC Sirnach erstmals das bestklassierte Team im Kanton Thurgau sei, wollte Sportchef Hans Jörg Schmid keine entgegennehmen. «Die Saison ist noch nicht zu Ende. Uns steht am nächsten Sonntag ein Cupspiel bevor, und wenn dieses erfolgreich über die Bühne gebracht wurde und wir in die Schweizer Cup-Hauptrunde einziehen, dann darf man dem Trainer und den Spielern gratulieren.»

Alle Entscheidungen gefallen

In Frauenfeld fand eine animierte Partie statt, die mit einem leistungsgerechten 2:2 unentschieden endete. Weil sowohl Frauenfeld als auch Sirnach in einer Woche ein Cup-Qualifikationsspiel auszutragen haben, handelte es sich bei dieser Begegnung um keine Kehrauspartie, obwohl alle Entscheidungen in der Gruppe 6 gefallen sind.

Zweimal nicht aufgepasst

Der FC Sirnach gestand seinem Gegner etwas gar viel Raum zu und geriet deshalb nicht unverdient 2:0 in Rückstand. Zweimal nicht aufgepasst, und die Hinterthurgauer lagen im Hintertreffen. Lange erspielten sie sich keine Tormöglichkeiten, schafften es nicht, mittels steilen Pässen in die Tiefe ihre Stürmer in aussichtsreiche Positionen zu bringen. Frauenfeld seinerseits ging durch Treffer von Querfozi (vor der Halbzeit) und Simeone in Führung. Beide Treffer fielen von der linken Seite, und alles sah danach aus, als ob Frauenfeld auch die zweite Begegnung gegen den Kantonsrivalen gewinnen würde.

Spielen wie ab der 60. Minute

Doch dann packte die Sirnacher doch noch der Ehrgeiz. Nachdem zuerst nur die Torumrandung getroffen wurde, nährte der eingewechselte Tomasello die Hoffnungen seines Teams auf einen Teilerfolg. Dieser wurde denn auch Tatsache. Coutinho traf eine Viertelstunde vor Schluss zum Endstand. Sportchef Schmid: «Wenn wir am nächsten Sonntag so spielen wie die letzten dreissig Minuten in Frauenfeld, sollten wir die Cup-Hürde schaffen.»

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