Alles unter einem Hochhausdach

Ein Ort, wo weltraumartige Coiffeure mit der Schere schnipseln, wo gestandene Männer synchronschwimmen und wo die Mäuse den Katzen auf der Nase herumtanzen. Der STV Ganterschwil lud ins «Hochhaus» und kam damit hoch hinaus.

Ursula Ammann
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Die Feuerwehrleute (Muki-Turnen) nach dem Löscheinsatz.

Die Feuerwehrleute (Muki-Turnen) nach dem Löscheinsatz.

GANTERSCHWIL. Der Abwart des Hochhauses, alias OK-Präsident Christian Keller, hiess die zahlreichen Besucherinnen und Besucher willkommen. Zwölfmal ging der Vorhang auf und zu. Die rund 150 Turnerinnen und Turner beeindruckten nicht nur mit Saltos und ausgeklügelten Tanzschritten, sondern auch mit aufwendigen Bühnenbildern und besonderen Kostümen. Zwischen den Darbietungen sorgten Exponenten der Theatergruppe für Unterhaltung: das Ehepaar Hintermeier (Sandra und Andy Rütsche), das gerade ins Hochhaus ziehen wollte, und das Ehepaar Zürcher (Sandra Isenring und Martin Arnold), das nebenan wohnte.

Wasserspritzer inklusive

Mit dem Aktivplausch wurde der Einzug ins Hochhaus gefeiert. Nachdem die Putztruppe (Kitu) den Boden fegte, hiess es «Haar ab» für die Coiffeure (Knabenriege). Diese seilten sich mit überdimensionalen Kartonscheren in der Hand auf die Bühne ab. Auch die Feuerwehr (Muki-Turnen) war im Haus. Zwar rutschten die kleinen Feuerwehrleute teils etwas zögerlich die Feuerwehrstange hinunter, aber mit der Hilfe ihrer Mütter gelang es allen. Nach der Pause widmete sich die Männerriege dem Aquafit. Hinter einem aufgespannten blauen Tuch, welches das Becken simulierte, unterhielten die Männer mal mit Delphinsprüngen, mal mit Synchronschwimmen. Die vordersten Reihen bekamen auch noch ein paar Wasserspritzer ab. Dass im Hochhaus von unten bis oben etwas los ist, zeigten nicht nur die Störche (Frauenriege) auf dem Dach, sondern auch die Katzen und Mäuse (Leichtathletik) im Keller.

Jeder gibt vollen Einsatz

Die Idee mit dem Hochhaus reifte nicht etwa in einem Hochhaus, sondern im Restaurant Kreuz in Ganterschwil heran, wo sich Mitglieder des Turnvereins und der Theatergruppe trafen. «Unter diesem Motto lasse sich einfach vieles machen», sagte Andy Rütsche von der Theatergruppe. So war es auch. Neben Feuerwehr gab es auch noch eine Modeschau und eine Pyjamaparty. Im «Partyraum» tanzte die Aerobicgruppe, und vor dem Hochhaus trafen sich die aktiven Damen zum Streetdance und die «Skyscraper» (Mädchen klein) zum Flanieren. So vielfältig wie die Bewohner des Hochhauses sind auch die Turner selbst. Andy Schubiger, Vizepräsident des STV Ganterschwil, lobte das Engagement aller Mitwirkenden. Einsatz sei keine Frage des Alters. «Jeder gibt einfach alles.»

Zum Hochhaus gehört auch Streetdance, wie die aktiven Damen zeigten. (Bilder: uam.)

Zum Hochhaus gehört auch Streetdance, wie die aktiven Damen zeigten. (Bilder: uam.)