Alles bereit für die Narrenzeit

Unter dem Motto «65 Jahre FGW» startet die Fastnachtsgesellschaft Wil ins närrische 2016. Neu dieses Jahr ist ein Wettbewerb. Die Stadtübernahme am Gümpelimittwoch spielt sich heuer nicht im Rathaus ab – wegen Einsturzgefahr.

Ursula Ammann
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Der Neunerrat zu sechst (von links): Jean-Pierre Emery, Guido Kohler, Oliver Baumgartner, Daniel Stadler, Christian Bodmer und Tiziano Vidori. (Bild: Ursula Ammann)

Der Neunerrat zu sechst (von links): Jean-Pierre Emery, Guido Kohler, Oliver Baumgartner, Daniel Stadler, Christian Bodmer und Tiziano Vidori. (Bild: Ursula Ammann)

WIL. Mit schwarzer Fliege, Hut und Plaketten auf dem roten «Tschopen» sitzen sechs Mitglieder des Neunerrats im dekorierten Restaurant Schiff und warten, bis es 11.11 Uhr ist. Der optimale Zeitpunkt für den Beginn einer Pressekonferenz, an der es um die Fastnacht geht. Die närrische Saison steht wieder vor der Tür. Nebst bewährten Höhepunkten gibt es auch Neues.

Lieblingsbeiz wählen

«Welche ist deine Lieblingsfasnachtsbeiz?»: Fastnächtlerinnen und Fastnächtler sind aufgefordert, diese Frage zu beantworten. Im Rahmen eines Wettbewerbs können sie über Facebook für diejenige dekorierte Beiz abstimmen, die ihnen am besten gefällt. «Damit soll die Beizenfastnacht unterstützt werden», sagt Oliver Baumgartner, Präsident der Fastnachtsgesellschaft Wil (FGW). Der Wettbewerb ist ein Novum, genauso wie die zusätzlichen Toi-Toi-Toiletten entlang der Umzugsroute. Sie sollen dafür sorgen, dass die Besucher keine zu volle Blase und vor allem keinen vollen Hals kriegen. Letztes Mal nämlich wurde der Mangel an stillen Örtchen bemängelt.

Genug Stoff für Bullen

Am Gümpelimittwoch, 3. Februar, eröffnet der Herold mit Gefolge die Fastnacht. In dieser ehrenhaften Funktion ist seit vergangener Fastnacht der Stadtparlamentarier Michael Sarbach. Es ist somit seine zweite Bulle, die er am 3. Februar verlesen wird. «Das vergangene Jahr hat genug Stoff geboten», sagt FGW-Präsident Oliver Baumgartner. Vor der Bullenverlesung findet aber noch die Stadtübernahme statt. Traditionsgemäss platzen das Prinzenpaar, der Neunerrat, der Herold und der Hofnarr in die Stadtratssitzung und übernehmen die Regierungsgewalt. Bis anhin begann dieses Szenario jeweils mit dem Sturm aufs Rathaus. Dieses Jahr spielt sich die Stadtübernahme aber in der Aula des Kirchplatzschulhauses ab. Der Grund: Die Decke des Rathauses könnte durch die Invasion der Fastnächtler einbrechen. Der Kommentar des Neunerrats: «Man darf sich nicht zu fest bewegen im Rathaus.»

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