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ALGETSHAUSEN: Der Widerstand ist gross

Der geplante grössere Mast beim Bahnhof Algetshausen stösst im Dorf auf heftige Kritik. Neben Anstössern hat auch der Einwohnerverein eine Einsprache eingereicht.
Steven Giger
Einwohner informieren sich beim Bahnhof über den geplanten grösseren Funkmast. (Bild: Steven Giger)

Einwohner informieren sich beim Bahnhof über den geplanten grösseren Funkmast. (Bild: Steven Giger)

Am stillgelegten Bahnhof in Algetshausen ragt ein Funkmast der Swisscom 19 Meter in die Höhe. Sieben Antennen sind an der Mobilfunkanlage montiert, eine davon nutzt die SBB. Einige Meter davon entfernt soll ein neuer, grösserer Mast erstellt werden. 29 Meter hoch und mit einem Durchmesser von 90 Zentimetern würde er dort stehen. Die Anzahl Antennen soll anfangs noch gleich bleiben. Die Swisscom hat dazu das Baugesuch bei der Gemeinde Uzwil eingereicht.

Mit dem Gesuch kam aber auch der Widerstand. Nebst Anwohnern hat auch der Einwohnerverein eine Einsprache bei der Gemeinde eingereicht und eine Fristverlängerung bis zum 21. Oktober erreicht.

Swisscom war nicht anwesend

Am Donnerstagabend lud der Einwohnerverein die Bewohner des Dorfes zu einem Informationsanlass ein. «Ziel ist es, dass sich die Einwohner schlau machen und sich austauschen können», sagte die Präsidentin des Vereins, Angela Montibeller. Der Anlass bot Gelegenheit für allfällige Fragen rund um das Thema. Gut ein Dutzend Personen waren gekommen. Zusammen mit dem Einwohnerverein und einem Vertreter des Gemeinderates, Hanspeter Haltner, diskutierten die Anwesenden über den geplanten Neubau. Auch die Swisscom war eingeladen worden. «Wir haben jedoch keine Rückmeldung bekommen. Wir hätten der Swisscom gerne die Chance gegeben, sich den Fragen der Bevölkerung zu stellen», sagte Montibeller. Im Nachhinein hat sich herausgestellt, dass interne Kommunikationsprobleme dazu geführt hatten, dass die Swisscom auf die Einladung nicht reagierte. Sie werde aber mit dem Einwohnerverein noch zusammensitzen, liess das Schweizer Telekommunikations-Unternehmen verlauten. Der Tenor der Anwesenden war aber klar. «Zuerst wird der Bahnhof geschlossen und dann wollen sie uns einen neuen, noch grösseren Mast hinstellen», sagte ein anwesender Einwohner.

Dass das Bauvorhaben bei der Bevölkerung nicht auf Zustimmung stösst, weiss auch Jonathan Letsch. Er orientierte über die Fakten zum geplanten Neubau. «Die Strahlung wird von 500 auf 1500 ERP-Watt erhöht», sagte Letsch. Die zusätzliche Strahlenbelastung ist vielen im Dorf ein Dorn im Auge, obwohl die erlaubten Grenzwerte laut den Unterlagen der Swisscom eingehalten werden. Bis zu 98,9 Prozent des zulässigen Grenzwertes sollen ausgenutzt werden. «Die Überprüfung des Wertes ist nicht sehr genau. Es kann daher nicht mit abschliessender Sicherheit gesagt werden, ob die gesetzlichen Werte auch eingehalten werden», kritisierte Letsch.

Ortsbild wird verunstaltet

Um weiter gegen das Bauvorhaben vorzugehen, haben er und andere Bürger eine Interessengemeinschaft gegründet. Mit der IG wollen sie eine Sammeleinsprache einreichen. Am Informationsanlass haben sie dazu erste Unterschriften gesammelt. Einspracheberechtigt sind alle Einwohner, die im Umkreis von 815 Metern um den neuen Funkmast wohnhaft sind, ganz Algetshausen und Teile Henaus werden mit diesem Radius abgedeckt.

Neben der Strahlung ist auch die Ästhetik ein weiterer Störfaktor. «Ein 29 Meter hoher Mobilfunkmasten passt nicht ins geschützte Ortsbild», sagte Jonathan Letsch. Der Mast grenze direkt ans Ortsbildschutzgebiet und verunstalte das Dorf.

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