Alex Zülle als Leiter vom Update

ZUCKENRIET. Das Update-Fitnesscenter in Frauenfeld erhält einen bekannten Leiter: Alex Zülle. Der 46-Jährige ist einer der bisher erfolgreichsten Radrennfahrer der Schweiz. Fit sei er noch immer, sagt er. Und er ist gespannt auf die neue Aufgabe.

Markus Zahnd
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Alex Zülle arbeitet mit der Beinpresse. Im neuen Fitnesscenter in Frauenfeld konzentriert sich der ehemalige Veloprofi aber vorerst auf administrative Aufgaben. (Bild: pd)

Alex Zülle arbeitet mit der Beinpresse. Im neuen Fitnesscenter in Frauenfeld konzentriert sich der ehemalige Veloprofi aber vorerst auf administrative Aufgaben. (Bild: pd)

Bis jetzt kennt Alex Zülle die Stadt Frauenfeld kaum. «Ich bin als Profi während Rennen oder in Trainings zwar oft hier durchgefahren. Viel mehr weiss ich von Frauenfeld allerdings noch nicht», sagt der ehemalige Veloprofi. Bald wird sich das aber ändern. Denn der 46-Jährige übernimmt die Leitung des Fitnesscenters Update, das nächste Woche im neuen Allmendcenter eröffnet wird. Zumindest das Langdorf hat er in dieser Funktion bereits kennengelernt. Und er ist davon beeindruckt, wie viele Firmen in diesem Quartier neue Bauten errichtet haben.

Das Center in Frauenfeld ist bereits die 19. Anlage, welche das Ostschweizer Familienunternehmen betreiben wird. Und Zülle ist nicht der erste Spitzensportler, welcher die Leitung eines Update-Centers übernimmt. In Rorschach führt die FC-St.-Gallen-Legende Marc Zellweger das Center, in Münchwilen der Thurgauer Fünfkämpfer Yves Walz.

Mit einer «gesunden Nervosität»

Alex Zülle ist einer der erfolgreichsten Schweizer Veloprofis, er wurde zweimal Zweiter der Tour de France und gewann zweimal die Spanien-Rundfahrt Vuelta sowie einen Weltmeistertitel im Zeitfahren. Nach seinem Karrierenende vor elf Jahren blieb er zuerst dem Radsport treu und war für eine Sportagentur als Athletenbetreuer tätig. Danach arbeitete der Familienvater für eine kleine Sportbekleidungsfirma. Zudem organisiert er im Südtirol, in Spanien und den Niederlanden Veloferien.

Nun wagt er sich an eine neue Herausforderung und freut sich trotz einer «gesunden Nervosität» darauf. In Frauenfeld wird Zülle aber keine Trainings leiten, so wie er das zum Beispiel in einem Fitnesscenter in Zuzwil getan hat. «Meine Aufgabe besteht vor allem darin, das Büro zu führen, das Team zu leiten und zu koordinieren», sagt er. Dennoch freut sich der ehemalige Einzelsportler auch sehr auf den Kontakt mit den Kunden. «Es ist immer schön zu sehen, wie die Menschen manchmal gestresst in ein Fitnesscenter kommen und es nach dem Training trotz der Anstrengungen wieder völlig entspannt verlassen.» Seine Aufgabe wird es sein, mit seinem Team für die Kunden bestmögliche Bedingungen zu schaffen. «Derzeit bin ich daran, mich in diese interessante Aufgabe einzuarbeiten.»

Zuerst fehlte die Motivation

Wie befriedigend der Sport ist, weiss Zülle aus eigener Erfahrung. Nach seiner Karriere – die er trotz seinem Tritt in die Dopingfalle positiv bewertet – hat er zwischenzeitlich kaum mehr trainiert. «Wie vielen anderen Spitzensportlern hat mir nach meinem Rücktritt etwas die Motivation gefehlt. Doch in den vergangenen zwei Jahren habe ich zum Training zurückgefunden. Ich bin wieder auf einem guten Level», sagt der gebürtige Wiler. Und er hat wieder erkannt, wie gut es ihm tut, Ausdauer oder Kraft zu trainieren.

Bereits viele Abos bestellt

Das Update-Fitness wird wie das ganze Allmendcenter am Donnerstag, 26. Februar, eröffnet. Nebst den Trainingsmöglichkeiten an den Geräten gibt es auf den 1200 Quadratmetern einen Kinderhort sowie diverse Kurse. Bereits jetzt seien zahlreiche Abo-Bestellungen eingegangen, sagt Zülle.