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Und plötzlich wird das Alter zur schönsten Phase im Leben

Menschen, die heute in Pension gehen, sind so aktiv wie noch nie. In Anbetracht dessen wurde «Nanu» gegründet. Das neue Wiler Netzwerk will Anbieter und Nutzer von Aktivitäten für ältere Menschen zusammenbringen.
Miranda Diggelmann
Nanu will zur Vernetzung älterer Menschen beitragen. (Symbolbild: Daniel Ammann/Key Visual)

Nanu will zur Vernetzung älterer Menschen beitragen. (Symbolbild: Daniel Ammann/Key Visual)

Die Gestaltung des Lebens nach der Pensionierung kann stark variieren. Die einen bleiben weiterhin aktiv und blühen in der neuen Lebensphase auf, andere werden gebrechlich und sind froh, wenn sie passende Pflege und Unterstützung erhalten. Wichtig ist, dass es Möglichkeiten für alle älteren Menschen gibt, unabhängig davon, wie sie sich im Alter arrangieren. «Nanu», kurz für «Netzwerk Alter – Nachhaltig unterwegs», will deshalb Anbieter und Nutzer von altersspezifischen Aktivitäten stärker miteinander verbinden. Das neue Wiler Netzwerk ist eine Arbeitsgruppe vom Wiler Forum für Nachhaltigkeit (Wifona).

Nachhaltigkeit auch im Alter

«Als ich vor rund zwei Jahren pensioniert wurde, begann ich damit, mich mit der Gestaltung meiner neuen Lebensphase nach der Pensionierung zu befassen», sagt Beat Steiger, Initiator von Nanu. Der mittlerweile 65-Jährige ist unter anderem Präsident des Vereins Wifona und hat sich deshalb bereits in Vergangenheit mit diversen Aspekten der Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. «Als ich noch Kantilehrer war, habe ich jene Aspekte jedoch vor allem an eine andere Altersgruppe – nämlich an die Schülerinnen und Schüler – adressiert», sagt Beat Steiger, der mit seiner Familie in Wil lebt. Nun, da er selbst Pensionär ist, soll seine eigene Generation im Zentrum des neuen Projekts stehen.

Im Frühling dieses Jahres wurde das OK für Nanu 2018 mit Beat Steiger, Vertretern von Jahrgängervereinen (Margrit Haller, Bea Tröhler, Freddy Kugler und Reto Maffei) sowie mit dem Leiter der Pro Senectute Wil & Toggenburg, Peter Baumgartner, und dem Wiler Stadtrat Dario Sulzer gegründet. Das Patronat für das neugegründete Netzwerk trägt die Kommission «Gesundheit, Alter, Behinderung» der Stadt Wil. Ausserdem wird Nanu von der Stadt Wil, diversen umliegenden Gemeinden, Pro Senectute Wil & Toggenburg, Thurvita, der Genossenschaft für Alterswohnungen Wil, Wifona und der katholischen und evangelischen Kirche Wil unterstützt.

Vernetzung, Austausch, Anregungen

Das Ziel von Nanu sei die Vernetzung von Anbietern von Angeboten für ältere Menschen, so Steiger. Das neue Netzwerk soll auch eine Plattform für Austausch und die Möglichkeit zur Zusammenarbeit bieten.

«Es ist gut, wenn die Älteren sich vernetzen, einander unterstützen und eine möglichst vernünftige Alterspolitik mitgestalten», sagt der Initiator. Auch OK-Mitglied Margrit Haller zeigt sich von der Idee überzeugt: «Nanu ist für mich eine Herzensangelegenheit. Den Herbst des Lebens proaktiv zu begleiten und mitzuhelfen, ältere Menschen zu motivieren und ihnen ein nachhaltiges Netzwerk zu bieten, finde ich sehr wichtig.»

Mit einem jährlich stattfindenden Anlass mit Referenten, Workshops und Diskussionsforen will Nanu das Netzwerk zwischen den einzelnen Anbietern, Dienstleistern und Betroffenen stärken. Ausserdem sollen die Veranstaltungen dazu dienen, Anregungen entgegen zu nehmen. Die Themen für die ersten fünf Jahre wurden bereits bestimmt.

Am 14. November wird der erste offizielle Anlass zum Thema «Wohnen im Alter» im Wiler Stadtsaal über die Bühne gehen. Als Referenten mit dabei sein werden Bruno Gähwiler, Präsident der Genossenschaft für Alterswohnungen Wil, Alard du Bois-Reymond, CEO der Thurvita AG, und Margrit Hugentobler, ehemalige Leiterin des ETH-Wohnforums. «Dass engagierte Seniorinnen und Senioren zusammen mit Organisationen diese Veranstaltungsreihe organisieren, zeigt die hohe Wichtigkeit des Themas. Die Stadt unterstützt dieses Engagement sehr gern», sagt Stadtrat Dario Sulzer.

Bis 2022 will Nanu ausserdem die Themen «Freiwilligenarbeit im Alter», «Gesund und aktiv bleiben», «Pflege und Unterstützung im Alter» und «Austausch/Zukunftswerkstatt» behandeln.

Das neue Netzwerk sei nicht nur für die Anbieter, sondern vor allem auch für die Nutzer sehr wichtig, so Steiger. Als Präsident des Männer-Jahrgängervereins 1951-1955 und OK-Mitglied kann Reto Maffei das nur bestätigen: «Dank Nanu findet erstmals eine gemeinsame Veranstaltung mit allen Jahrgängern und Jahrgängerinnen zum Thema Wohnen im Alter statt. Genau das Richtige, um neue Perspektiven zu betrachten sowie auch soziale Kontakte zu knüpfen.»

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