Aktive Fahrweise zahlt sich aus

Stefan Küng aus Wilen bei Wil konnte an den Schweizer Meisterschaften in Satigny überzeugen. Im Strassenrennen musste er nur seinem Teamkollegen Silvan Dillier den Vortritt lassen.

Remo Fuchs
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RAD. Stefan Küng war bei der Überquerung der Ziellinie nicht ganz zufrieden. Er hatte den Spurt um Platz zwei gegen seinen Teamkollegen Silvan Dillier verloren. «Es ist so eine Sache, wenn man nicht gewinnt», sagt der 19-Jährige. «Anderseits bin ich zufrieden mit meiner Leistung. Und natürlich ist die Freude am zweiten Rang noch eine Spur grösser, wenn der Mannschaftskollege das Rennen gewonnen hat.» Den Vizemeistertitel in der Kategorie Elite National musste sich der Hinterthurgauer nicht erzittern: Schon in der dritten von 16 Runden à 12 Kilometer heftete sich Küng und Dillier an die Fersen der 12köpfigen Spitzengruppe der Elite-National-Fahrer. Der härteste Verfolger um einen Top-Rang, Mirco Saggiorato, konnte schon distanziert werden. «Ich war überrascht, dass er uns nicht gefolgt ist, immerhin gilt er als guter Bergfahrer. Langsam machte ich mir Gedanken über einen Podestplatz.» Kurz vor Schluss konnte Saggiorato trotzdem noch zum Spitzenduo aufschliessen.

Eine Tempoverschärfung der beiden raubte dem Konkurrenten aber die letzten Kräfte. So machten Küng und Dillier den Sprint unter sich aus. «Wir diskutierten zuerst noch, bevor wir den Sprint anzogen, weil Saggiorato nur wenige Meter hinter uns lag. Ich sagte zu Dillier, dass wir jetzt schnell machen müssen.»

Nebst der Silbermedaille in der Kategorie Elite National wurde Küng bei der Elite international Siebter. «Ich wusste, dass die Form da ist, bin jetzt aber positiv überrascht ob dem Resultat. Der siebte Rang eine Kategorie höher ist natürlich ein schöner Nebeneffekt. Es hat mir gezeigt, dass wir im Vergleich mit den Top-Cracks gut dastehen», so Küng. Das Radtalent aus dem Hinterthurgau hat nicht lange Zeit, sich zu erholen. Bereits am Mittwoch stand ein Eintagesrennen in Belgien an. Ab dem 1. Juli ist Küng dann im Tenue Grün unterwegs. Dann beginnt die Sportler-RS in Lyss.