Aggregatzustände im Kulturpavillon

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Wil «Menschen und Gefühle haben Reize», sagt Hans Thomann, der sich im Kulturpavillon der Psychiatrischen Klinik Wil mit drei Stimmungszuständen, «3 Aggregatzuständen», auseinandersetzt. Die Installation umfasst Werke, die auch Bezug auf den Kulturpavillon nehmen, der früher als Leichenhaus mit Abdankungskapelle genutzt wurde. Die Arbeiten des Künstlers spiegeln Stimmungszustände wider, die jeder Mensch kennt. Positive wie negative Gefühle, von himmelhoch jauchzend bis zu Tode ­betrübt, von ausgelassener ­Fröhlichkeit bis zur tiefsten Depression. Für seine Skulpturen verwendet Thomann verschiedene Werkstoffe. Er arbeitet mit Eisen, Kunststoff, Glas und Holz, aber auch mit Elektronik. Kombiniert mit Elektronik werden ­seine Werke zu einem Brückenschlag von Alt zu Neu.

Der 59-jährige Künstler ist in Uzwil aufgewachsen und lebt heute in St.Gallen. Durch sein Heimatdorf und seine langjäh­rige Tätigkeit als Künstler und ­Berater der katholischen Kirche St.Peter fühlt er sich mit Wil verbunden. Der gelernte Bildhauer, Maler und Zeichner absolvierte die Kunstgewerbeschule in St.Gallen und besuchte in Salzburg die Meisterklasse des italienischen Künstlers Mario Merz. Er realisierte Projekte im In- und Ausland und gewann viele Preise. In Wil stellte er zuletzt im Jahr 2015 in der Kunsthalle aus. (pd)

Die Vernissage findet am nächsten Freitag von 18 bis 19.30 Uhr in Anwesenheit des Künstlers im Kulturpavillon der Klinik Wil statt.