ÄNDERUNGEN: Wiler Bussystem wird überarbeitet

Seit dieser Woche liegt der Entwurf für den ab Dezember gültigen Fahrplan vor. Die Anpassungen sind minimal. Das wird in einem Jahr anders sein. Der Fokus liegt auf den Neuerungen beim Wiler Stadtbus.

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So klein die Fahrplananpassungen für den Platz Wil im Dezember 2017 sein werden, so gross werden sie im Dezember 2018 sein. (Bild: PD)

So klein die Fahrplananpassungen für den Platz Wil im Dezember 2017 sein werden, so gross werden sie im Dezember 2018 sein. (Bild: PD)

Es ist die Ruhe vor dem Sturm: Wenn im Dezember der nächste Fahrplanwechsel aktuell wird, gibt es in Stadt und Region Wil kaum Veränderungen. Auf eine Anfrage bei SBB, Postauto und Wil Mobil wartet nur der Busbetreiber mit kleinen Neuigkeiten auf: «Vorgesehen sind lediglich kleine Anpassungen im Minutenbereich, um vor allem am Wochenende und am Morgen bessere Anschlüsse am Bahnhof Wil in Richtung St. Gallen sicherzustellen», sagt Hans Koller, Leiter Markt bei Wil Mobil.

Der Wiler Stadtbus steht aber trotzdem im Fokus. Denn von Bedeutung wird sein, was sich ein Jahr später tut. Im Dezember 2018 steht der nächste grössere Fahrplanwechsel an – mit für Wil markanten Anpassungen. Die Taktlage der S-Bahn muss aus betrieblichen Gründen um rund eine Viertelstunde gedreht werden, was grosse Auswirkungen auf das Busnetz hat. Um die Anschlüsse sowohl nach St. Gallen als auch Zürich weiterhin zu gewährleisten, müssten viel mehr Busse verkehren.

Das Amt für öffentlichen Verkehr des Kantons St. Gallen hat ein Buskonzept für den Fahrplan 2019 ausgearbeitet. Dieses sieht probeweise für zwei Jahre einen durchgehenden Viertelstundentakt auf dem Wiler Stadtbusnetz vor. Bis jetzt gibt es diese 15-Minuten-Abfolge erst zu den Hauptverkehrszeiten. Der Versuch erfolgt auch mit Blick auf den Fahrplanwechsel 2021. Auf diesen Zeitpunkt hin soll das Bussystem in Wil überarbeitet werden. Die zuständigen Stellen von Stadt- und Kantonsverwaltung haben ein gemeinsames Vorgehen beschlossen, auch bereits mit Blick auf die ÖV-Strategie des Jahres 2035. Die Erarbeitung der Inhalte erfolgt durch ein externes Büro. Es wurden drei Offerten von Planungsbüros eingeholt und der Auftrag für die erste Phase an Infras aus Zürich für 54000 Franken übertragen. Laut einer Vereinbarung zwischen Stadt und Kanton muss die Stadt Wil die Hälfte der Kosten tragen, womit 27000 Franken auf die Steuerzahler fallen.

Simon Dudle

simon.dudle@wilerzeitung.ch