Adonia: Mittlerweile auf Einladung

650 Interessierte haben an Silvester den Weg in die Mehrzweckhalle des Oberstufenzentrums Thurzelg in Oberbüren gefunden, um das durch einen der Adonia-Teens-Chöre präsentierte Musical «Petrus – de Aposchtel» mitzuverfolgen.

Christine Gregorin
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Hauptdarsteller Petrus in Aktion.

Hauptdarsteller Petrus in Aktion.

OBERBÜREN. «Gott ist immer da. Er hilft immer noch, hilft jenen, die an ihn glauben. Gott ist souverän. Er hat die Menschen gern, und er liebt es, wenn man ihm vertraut», singt der knapp 50köpfige Chor voller Hingabe in Mundart. Begleitet durch sieben ebenfalls jugendliche Musizierende und ergänzt mit in Szene gesetzten Tanzenden ist dieses dreiteilige Gesamtpaket Rahmen für die schauspielerisch Agierenden.

Weiterhin aktuell

Nach der Himmelfahrt Jesu finden unter der Leitung von Petrus und weiteren Aposteln zahlreiche Menschen den Weg in die neugegründete Gemeinschaft der Jesusanhänger. Aber Staat und religiöse Führung sind mit dieser andersartigen Glaubensrichtung nicht einverstanden und jagen deren Mitglieder bis aufs Blut. Überdies sind auch die inneren Spannungen zwischen jüdischen und ausländischen Christen massiv. Wird die junge Kirche die Repressionen überleben? Gelingt es Petrus, die ersten Christen zu einen und unter Verfolgung zu führen?

Es ist ein Musical, das einen bemerkenswerten Einblick in die Hochs und Tiefs der ersten Christengemeinde gewährt. Themen wie «Umgang mit Ausländern» und «Christenverfolgung» zeigen, dass solche nach wie vor aktuellen Problematiken bereits vor knapp 2000 Jahren existiert haben. Und auch, dass die ersten Christen einen aussergewöhnlichen Umgang damit an den Tag legten.

70 Mitwirkende

Unterstützt durch zahlreiche Jugendliche aus der Region waren am Mittwoch über 70 Mitwirkende aktiv. In nur drei Tagen hatten sie das Programm einstudiert und vor Ort beim schnellen Auf- und Abbau der gesamten Technik sowie der Bühnenbilder mitgeholfen.

Vor genau zehn Jahren ist die Adonia-Bewegung auf Initiative Privater erstmals nach Oberbüren gekommen – und es ist nun der bereits siebzehnte Chor aufgetreten – mittlerweile notabene auf Einladung der katholischen Kirchgemeinde Oberbüren sowie der evangelischen Kirchgemeinde Niederuzwil.