Acht Projekte unterstützt

2011 vererbte Eduard Grüninger seiner Heimatgemeinde Flawil acht Millionen Franken. Ein Stiftung setzt das Legat für soziale Projekte ein.

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Auch die Gemeindebibliothek profitierte von der Stiftung: Sie erhielt für die Erneuerung der Infrastruktur 141 000 Franken. (Bild: rkf)

Auch die Gemeindebibliothek profitierte von der Stiftung: Sie erhielt für die Erneuerung der Infrastruktur 141 000 Franken. (Bild: rkf)

FLAWIL. Die private Eduard-Grüninger-Stiftung ist aus einem Legat von Eduard Grüninger zugunsten von Flawil errichtet worden. Die Stiftung bezweckt die finanzielle Unterstützung von Altersheim- und Pflegeplätzen, die Unterstützung von anderen sozialen Institutionen und Projekten wie Arbeitslosenprojekte, Kindertagesstätten, ambulante Krankenpflege, gemeinnützige Vereine, Mittagstisch, Fahrdienst etc. sowie die Förderung und finanzielle Unterstützung der Jugend, insbesondere für die Ausbildungs- und Berufsförderung, aber auch etwa von Jugendtreffen, Pfadfindern oder ähnlichen Jugendvereinen und Vereinsanlässen. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Beiträge Personen mit Wohnsitz in Flawil zugute kommen müssen.

Ausschliesslich Flawiler Projekte

Die Stiftung verfolgt den Zweck insbesondere dadurch, dass sie geeigneten Institutionen mit Sitz in Flawil einmalige oder auch wiederkehrende Beiträge ausrichtet. Sie kann sich auch direkt an Projekten beteiligen, soweit diese der Flawiler Bevölkerung zugute kommen. Bedürftige Personen können auch direkt unterstützt werden, sofern diese den zivilrechtlichen Wohnsitz in der Gemeinde haben.

Schon 1, 75 Millionen ausbezahlt

Im vergangenen Jahr hat der Stiftungsrat 13 Beitragsgesuche behandelt. Für acht davon wurden Beiträge von insgesamt 222 060 Franken bewilligt. Unter anderem wurde der Gemeindebibliothek ein Beitrag von 141 000 Franken für die Erneuerung der Infrastruktur zugesichert. Seit Bestehen der Stiftung seien insgesamt 1, 75 Millionen Franken für gemeinnützige soziale Zwecke ausbezahlt worden, teilt die Gemeindeverwaltung mit.

Die Stiftung hat gemeinnützigen Charakter, ist auf keinerlei gewerbliche Tätigkeit ausgerichtet und erstrebt keinen Gewinn. Die Stiftungsrechnung wird jährlich von der Revisionsstelle PricewaterhouseCoopers AG, St. Gallen, und von der kantonalen Stiftungsaufsicht geprüft. Die Beschlüsse des Stiftungsrates sind nicht öffentlich. (rkf.)