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ABWAHL: Ein Umsturz mit Ansage

Der neue Präsident der Volksschulgemeinde Münchwilen heisst Lukas Weinhappl und ist gerade mal 30-jährig. Amtsinhaber Thomas Wyser wird abgewählt und muss nach nur einer Legislatur bereits wieder gehen.
Simon Dudle
Erst 30-jährig, aber ab dem 1. August Münchwiler Schulpräsident: Lukas Weinhappl. (Bild: Simon Dudle)

Erst 30-jährig, aber ab dem 1. August Münchwiler Schulpräsident: Lukas Weinhappl. (Bild: Simon Dudle)

Das Ergebnis der gestrigen Urnenabstimmung ist deutlich: Herausforderer Lukas Weinhappl vereinte im zweiten Wahlgang 666 Stimmen auf sich, Amtsinhaber Thomas Wyser nur 177. Das sind 18 weniger als im ersten Wahlgang. Damit wurde das Ergebnis von damals bestätigt. «Die Stimmbürger haben entschieden, und die Stimmbürger haben immer recht. Natürlich bin ich enttäuscht», sagt Wyser. «Ich bin aber auch erleichtert, da gewisse Kreise nun eine andere Angriffsfläche haben.»

Die Gründe für die Abwahl nach nur einer Legislatur sind vielschichtig: Die Schulbehörde stand wiederholt im Rampenlicht, und es gab zu viele Wechsel im Gremium. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat Wysers Auftritt an der Schulgemeindeversammlung im letzten November, als er private Informationen zum Gesundheitszustand von Mitarbeitern publik machte. Das dürfte einer der Gründe gewesen sein, weshalb selbst die CVP ihrem damaligen Parteimitglied Wyser keine Unterstützung zusprach. Dies wiederum veranlasste Wyser zum Parteiaustritt. Eingetreten war er erst nach der Wahl ins Schulpräsidium.

Der neue Schulpräsident will «sein» Pensum kürzen

Es ist eine schwierige Phase für Wyser. Als wäre das Wahlergebnis nicht schon Ungemach genug, muss er sich morgen einer MRI-Untersuchung unterziehen. Dabei entscheidet sich, ob die verletzte Schulter operiert werden muss. Dies geht auf einen Skiunfall im März zurück. Seit einer Woche ist er deshalb arbeitsunfähig geschrieben, und er kann auch die heutige Schulgemeindeversammlung nicht leiten.

Wie Wyser blieb gestern auch Manfred Filliger (GLP) chancenlos. Er machte 145 Stimmen – und somit ebenfalls einige weniger als im ersten Wahlgang. Die Wahlbeteiligung lag bei 37 Prozent.
Der strahlende Sieger war Lukas Weinhappl (FDP), der schon im ersten Wahlgang gesiegt hatte. Im zweiten Umgang konnte der 30-Jährige viele Stimmen des nicht mehr angetretenen Hanspeter Wehrle (FDP) auf sich vereinen. Weinhappl möchte Kontinuität in die Behörde bringen. Zudem will er das Pensum des Schulpräsidenten kürzen – von 75 Prozent auf 40 oder 50. In der Einarbeitungsphase sei dies allerdings noch nicht möglich.

Einen Kommentar zur Schulpräsidentenwahl lesen Sie hier.

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