Abstimmung über Dorfbachsanierung in Zuzwil: Ortsparteien zögern mit Abstimmugsempfehlung

Nachdem die FDP und CVP bereits zur bevorstehenden Abstimmung über die Sanierung des Dorfbachs Stellung genommen haben, äussern sich nun auch die SVP und SP dazu.

Gianni Amstutz
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Dass der Dorfbach aus Gründen des Hochwasserschutzes saniert werden muss, ist unbestritten. Die Frage, die sich stellt, ist wie. (Bild: Andrea Häusler)

Dass der Dorfbach aus Gründen des Hochwasserschutzes saniert werden muss, ist unbestritten. Die Frage, die sich stellt, ist wie. (Bild: Andrea Häusler)

 Zur Debatte stehen die vom Gemeinderat favorisierte Variante eines Gerinneausbaus und eine Lösung mit einem Entlastungsstollen. Letztere wird vom Ad-Hoc-Komitee, das sich aus Personen aus der Bevölkerung zusammensetzt, bevorzugt. Die Argumente der Befürworter und Gegner kreisen um die Themen Kosten, Einhaltung des Ortsbildschutzes und ökologische Aspekte.

Am 20. Oktober können sich die Stimmbürger für eine der beiden Varianten entscheiden. Eine Tendenz für die Abstimmung ist aber nach wie vor nicht auszumachen. Wie bereits die FDP und CVP zuvor, sprechen sich auch die anderen beiden Parteien noch nicht für eine der beiden Lösungen aus. Sie tun dies jedoch mit unterschiedlichen Begründungen.

Die SP stimmt mit den Christdemokraten und den Liberalen in den Kanon der Abwartenden ein: Sie will zuerst die Informationsveranstaltung vom 25. September sowie die beiden Begehungen zweier Abschnitte entlang des Dorfbachs abwarten. Danach werde man eine Parole fassen.

Anders die SVP. Sie hat ihre Abstimmungsempfehlungen bereits bekannt gegeben. Und trotzdem favorisiert sie keine der Optionen. Im Gegenteil: Sie legt den Bürgern nahe, beide Varianten mit einem «Nein» bachab zu schicken. Bezüglich der Dorfbachsanierung seien viele offene Fragen nicht beantwortet, schreibt Walter Kerschbaumer, Präsident der SVP-Ortspartei. Da sich die Bürger unter diesen Umständen keine Meinung bilden könnten, sei die SVP Zuzwil der Ansicht, dass beide Projekte nochmals seriös überarbeitet werden müssten.