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Abstimmung über Dorfbachsanierung in Zuzwil: «Das Ad-hoc-Komitee behauptet, wir müssen und können beweisen»

Rufschädigende Aussagen und ungleich lange Spiesse: Markus Brühwiler wehrt sich gegen das Gebaren des AHK.
Andrea Häusler
Markus Brühwiler (2. v. r) mit Roland Hardegger (rechts) und Heinz Meier vom AWE an der Bachbegehung im September.Bild: Andrea Häusler

Markus Brühwiler (2. v. r) mit Roland Hardegger (rechts) und Heinz Meier vom AWE an der Bachbegehung im September.Bild: Andrea Häusler

Die Planer der Hochwasserschutzmassnahmen am Zuzwiler Dorfbach haben sich seit der Lancierung des Abstimmungskampfs einiges anhören müssen. Ungehemmt kritisierten die Gegner der beiden Abstimmungsprojekte die Projektarbeiten, stellten die Qualifikation der Fachleute in Frage und zogen deren Seriosität in Zweifel.

Wobei insbesondere Markus Brühwiler und seine Brühwiler AG – Bauingenieure und Planer in der Schusslinie standen. Lange hatte Brühwiler die Faust im Sack gemacht, jetzt spricht er und nimmt kein Blatt vor den Mund: «Die Verunglimpfungen, die Behauptungen und die rufschädigenden Aussagen des AHK oder einzelner Mitglieder gegenüber unserer Unternehmung sind massiv, bösartig und unverständlich.» Und ergänzend stellt er fest:

«Leider müssen wir mit ungleich langen Spiessen kämpfen: Das AHK kann behaupten – wir müssen (und können) beweisen.»

Geradezu abstrus ist aus Brühwilers Sicht die Unterstellung der Projektgegner, seinem Unternehmen fehle die Erfahrung im Gewässerbau. «Wir projektieren und realisieren seit 40 Jahren Hochwasserschutzprojekte in der ganzen Ostschweiz», macht er klar. Bis heute seien es rund 15 Kilometer. Darunter beispielsweise die Thursanierung Oberbüren, die Dorfbäche Oberbüren, Niederbüren, Gossau und der Arneggerbach und viele mehr. «Aktuell bearbeiten wir mit dem Stadtbach in Altstätten ein Grossprojekt sowie diverse Gewässersanierungen in Wil.» Die Projekte würden gestalterisch stets auch vom Fachbereich Landschaftsarchitektur/Städtebau begleitet.

Brücken und Landerwerbe sind sehr wohl eingerechnet

Gerade wegen der grossen Erfahrung im Gewässerbau habe man die Kosten auch recht genau ermitteln können, wehrt sich Markus Brühwiler gegen die Kritik aus dem AHK-Lager, die im Abstimmungsgutachten ausgewiesenen Kosten seien nicht verlässlich. «Wir standen nie unter einem ‹Kostendruck›, gaben uns für solche Manipulationen auch nie her», betont Brühwiler und macht klar:

«Die Behauptung des AHK, die Kosten für Grundstückserwerbe, Brücken, Mauern etc. seien nicht enthalten, ist schlicht unwahr.»

Sie diene den Projektgegnern lediglich dazu, die massive und korrekt berechnete Kostendifferenz zwischen den beiden Varianten «Entlastungsstollen» und «Gerinneausbau» zu glätten mit dem Ziel, die Bevölkerung zu desorientieren. «Spannend ist doch: Früher war aus Sicht des AHK der Stollen zu teuer berechnet. Weil diese Behauptung nicht mehr gehalten werden konnte, ist nun auf einmal der Gerinneausbau zu billig veranschlagt.»

Falsche Zahlen und Wunschvorstellungen

So gewissenhaft wie die Kosten sind laut Markus Brühwiler auch die Wassermengen und die Aufweitung des Gewässerlaufs berechnet worden. Die Ergebnisse seien auch mehrfach bestätigt worden.

Die hochwassersichere Ableitung nach der Ausbaggerung gemäss Projekt 1979 betrage im Abschnitt Ausserdorfstrasse–Loberstrasse nachweislich 10 m3/s und eben nicht wie vom AHK erhofft 20 m3/s. «Die Annahmen des AHK sind reine Wunschvorstellungen», sagt Brühwiler und merkt ergänzend an: «Der Bachabschnitt Ausserdorfstrasse bis Tüfenwiesstrasse hat eine noch kleinere Abflussleistung und muss mit oder ohne Stollen sowieso ausgebaut werden.»

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