ABSCHIED: Ein Leben für das Gemeinwohl

Emil Heuberger gehörte während 24 Jahren dem Verwaltungsrat der Dorfkorporation Bazenheid an. Am 31. Dezember endete seine Amtszeit. Die Beine hochgelagert hat der 68-jährige IT-Spezialist seither aber nicht.

Beat Lanzendorfer
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Emil Heuberger ist auch nach seiner Pensionierung vielbeschäftigt. Im Hintergrund Teile seiner Modelleisenbahn. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Emil Heuberger ist auch nach seiner Pensionierung vielbeschäftigt. Im Hintergrund Teile seiner Modelleisenbahn. (Bild: Beat Lanzendorfer)

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toggenburgmedien.ch

 

Mehrere Verwandte von Emil Heuberger sind ausgewandert und leben heute unter anderem in Mexiko und Australien. Für den gebürtigen Jonschwiler ging die Reise weniger weit. Nach seiner Heirat mit Monika Lenzlinger liess sich das Paar 1973 in Bazenheid nieder und ist bis zum heutigen Tag sesshaft geblieben. Einzige Veränderung: Die Geburt der Söhne Adrian, Marco und Daniel sowie der Wohnortswechsel von der Spelterini- an die Hofmatt­strasse im Jahre 1981.

Wie bei einem Grossteil der Erwerbstätigen war für Heuberger nach der Ausbildung zum diplomierten Postbeamten klar: «Das ist nicht der Beruf, den ich mein Leben lang ausüben werde.» Nach knapp einem Jahr endete die Karriere im Staatsbetrieb. «Ich bin in eine Zeit hineingeboren worden, in der die Informatik zu boomen begann. Nach meiner Ausschreibung in einem Magazin erhielt ich unzählige Angebote als Analytiker/Programmierer.» Jenes von Lindt und Sprüngli sagte ihm am meisten zu. Via IBM bildete er sich zum Analytiker/Programmierer auf Grosssystemen aus. In den folgenden Jahren hat er die rasante und interessante Entwicklung in dieser Branche in diversen Betrieben hautnah erfahren. Zuletzt leitete er während 15 Jahren die IT einer Tochterfirma der UBS.

Für ihn stand früh fest, dass er der Gemeinschaft etwas zurückgeben möchte. So liess er sich an der Korporationsversammlung 1992 in den Verwaltungsrat der Dorfkorporation wählen. «Ich kümmerte mich zu einem Grossteil um die EDV. Vor allem in meiner Anfangszeit galt es die Bereiche Wasser, TV und Buchhaltung in das elektronische Zeitalter überzuführen.» Der 68-Jährige erinnert sich im Rückblick an weitere Geschäfte wie den Kauf des Müliweihers, die Gestaltung des Lindenhügels, den Anbau bei der Mehrzweckhalle Ifang oder den Ausbau des Fernsehnetzes.

Mehrere Jahre Vizepräsident des Gemeinderates

Ebenfalls auf 300 Sitzungen kommt er im Gemeinderat (1997 bis 2013). «Die Zeit in beiden Räten habe ich in positiver Erinnerung.» Auf der Traktandenliste stand vor fünf Jahren das Schmiedemuseum. Um dessen Fortbestand zu garantieren, hat eine eigens gegründete Stiftung den Kauf von Elfriede Meier beschlossen. Als Stiftungspräsident amtet Emil Heuberger. Bis zum Mai dieses Jahres ist er noch im Verwaltungsrat des Zweckverbandes Abfallverwertung Bazenheid (ZAB), dann gibt er dieses Amt in jüngere Hände. Bleiben wird er vorderhand im Verwaltungsrat der Genossenschaft Alterswohnungen Bazenheid, in der er für die Finanzen zuständig ist.

Fürs Altenteil fühlt er sich aber noch nicht berufen. Er betreut im Teilpensum die IT sowie das Finanz- und Rechnungswesen der Peter Rapp AG, Auktionen in Wil. Und dann kommt das Reisegen in Heuberger zum Vorschein, das bei Daniel, einem seiner drei Söhne, ausgeprägter als beim Vater ist. «Wir haben meinen Verwandten in verschiedenen Ländern schon eine Visite abgestattet.» Auch Sohn Daniel, der auf den Philippinen arbeitet, hat er schon besucht.

Zu historischen Fahrten mit Zugkompositionen lässt er sich zu Hause mit der Modelleisenbahn in eine andere Welt führen.