ABGESEGNET: Pfarrerin ohne Stimmrecht

Keine Diskussionen, einstimmige Beschlüsse, dafür viele Informationen: Evangelisch-Flawil hatte Bürgerversammlung.

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Das Bild war speziell. Flawils Pfarrerin Melanie Muhmenthaler eröffnete zwar die Bürgerversammlung der Reformierten Kirchgemeinde, nahm dann jedoch im Sektor der Gäste Platz. Die Erklärung von Kirchenvorsteherschaftspräsidentin Daniela Zillig folgte umgehend: «Melanie Muhmenthaler hat ihren Wohnsitz nach Mogelsberg verlegt und ist daher in Flawil nicht mehr stimmberechtigt. Auf ihre Mitgliedschaft in der Kirchenvorsteherschaft habe dies jedoch keine Auswirkungen. Darüber hinaus wies Zillig auf die verschiedenen «Kraftakte» im vergangenen Jahr hin. Auf den Lehrplan 21, dem man nun positiv gegenüberstehe, die Erarbeitung des Basiskonzepts «Generationenkirche», aber auch den Brand in die Kirche Feld. 280 000 Franken hatte die Schadensumme betragen. Für die Kosten aufgekommen sei die Kantonale Gebäudeversicherungsanstalt. «Nun erstrahlt die Kirche wieder frisch gereinigt –Glück, das wir im Unglück hatten», ergänzte die Präsidentin.

Überbauungsplan vorgeprüft

Konkretes in der Causa «Liegenschaft Rosenhügel 7 (früheres Pfarrhaus)» gibt es weiterhin nicht. Die Kirchbürgerschaft hatte der Vorsteherschaft im Jahr 2013 den Auftrag erteilt, Überbauungsmöglichkeiten abzuklären. Dabei sollte die Parzelle Nord im Besitz der Kirchgemeinde bleiben, die Parzelle Süd hingegen verkauft werden. Ende 2016/Anfang 2017 habe das Baudepartement den Teilzonen- und Überbauungsplan vorgeprüft. Allerdings seien Anpassungen nötig, sagte Daniela Zillig. Der Planungsentwurf sieht den Bau eines Mehrfamilienhauses sowie Raum für ein Doppeleinfamilienhaus vor. Jedoch seien auch andere Varianten denkbar, betonte die Vorsitzende.

Diskussionslos genehmigten die 67 Stimmberechtigten am Dienstagabend die Jahresrechnung mit einem Gewinn von 27322 Franken. Budgetiert gewesen war ein Verlust von 38040 Franken. Der Vorschlag wird dem Eigenkapital zugewiesen. Ebenfalls schlank passierte das Budget 2017 mit einem veranschlagten Verlust von 64950 Franken.

Andrea Häusler

andrea.haeusler@wilerzeitung.ch