Abendmusik zum Herbst

In der Stadtkirche St. Nikolaus spielt die toccatawil Werke vom 16. bis 20. Jahrhundert.

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Die Sommermonate sind vorbei und damit setzt die toccatawil ihre beliebte Konzertreihe fort. Ein fröhliches Programm mit nachdenklichen Sequenzen wird morgen Sonntag, 26. September, um 17 Uhr in der Stadtkirche St. Nikolaus Wil zu hören sein. Marie-Louise Eberhard Huser, als Stadtorganistin bestens bekannt, und Beatrice Rogger, Flöte, musizieren Werke vom 16. bis ins 20. Jahrhundert.

Bekannt und weniger bekannt

Beatrice Rogger ist in St. Gallen aufgewachsen. Sie studierte an der Musikhochschule Zürich und schloss das Lehrdiplom mit Auszeichnung ab und studierte weiter an der Musikhochschule Basel. Sie ist Gewinnerin so begehrter Preise wie der «Orpheus Konzerte».

Mit der Sonate C-Dur für Flöte und Basso continuo von Georg Philipp Telemann werden die Konzertbesucher willkommen geheissen. Weniger bekannt dürfte das «Recueillement» von Noäl Gallon (1891 bis 1966) sein.

Der französische Komponist stammt aus einer Musikerfamilie in Paris. Er komponierte nicht nur, sondern unterrichtete mit Geschick seine Musikschüler und -schülerinnen. Die Sonaten C-Dur von Georg Friedrich Händel und die Sonate Es-Dur von Johann Sebastian Bach, beide für Flöte und Orgel, dürften dem Ohr vertraut sein.

Musik, die zum Tanzen lockt

Es erklingen noch zwei weitere Werke von französischen Komponisten: Jehan Alain (1911 bis 1940) «Deux Danses à Agni Yavishta» für Orgel solo.

Der Komponist wurde in die Armee eingezogen und fiel bei einem Gefecht in Saumur. Mit «Les Folies d'Espagne» für Flöte solo von Marin Marais (1656 bis 1728) sorgte der begabte Gambenspieler zu seiner Zeit für Aufregung, weil mit Begeisterung zu dieser Musik getanzt wurde. Der Eintritt ist frei, es besteht eine Kollekte. (rre.)