Abdankungsplatz neu gestalten

Trotz einiger Einwände sagte eine Mehrheit Ja zum Projekt Abdankungsplatz vor dem Henauer Kirchturm. Für die Heizungsplanung des Niederuzwiler Pfarreiheims/Pfarrhauses wurde ein zusätzliches Jahr eingeräumt.

Kathrin Meier-Gross
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Den schönsten Platz in Henau würdig gestalten – Pfarrer Georg Schmucki freut sich darauf. (Bild: kmg.)

Den schönsten Platz in Henau würdig gestalten – Pfarrer Georg Schmucki freut sich darauf. (Bild: kmg.)

niederuzwil. Die Jahresrechnung 2010, die mit einem kleinen Überschuss von 512 Franken schliesst, wurde von den 104 anwesenden Stimmberechtigten einstimmig gutgeheissen. Betreffend Budget, das in ähnlichem Rahmen ausfallen dürfte, stellte Anton Weber die Frage in den Raum, ob es in Anbetracht von Naturschutz und Atomkatastrophe noch eine Kirchturmbeleuchtung brauche. Paul Gähwiler, Präsident des Kirchenverwaltungsrates, erklärte den Ersatz der energieintensiven Scheinwerfer in Henau durch sparsamere damit, dass der schöne Turm gezeigt werden dürfe. «Position beziehen und sparsam sein», lautete sein Credo, dem sich die Mehrheit anschloss und das Budget genehmigte.

Platz würdig gestalten

Die geplante Umgestaltung des Henauer Abdankungsplatzes umfasst die Versetzung von Rimensberger Brunnen und Missionskreuz. Mittelpunkt des wahrscheinlich bekiesten Platzes soll ein steinerner Sarg- oder Ritualtisch sein, wie Klemens Dudli aufzeigte. Niklaus De Boni bemängelt, dass das Lärmproblem nicht gelöst würde und die Abdankungen daher besser südlich beim Wald abgehalten würden. Mehrere Stimmen störten sich daran, dass der Rasen durch Kies ersetzt würde. Bei Regen sei Kies weniger schmutzbringend als Rasen, antwortete Dudli. Eine überdachte Lösung als Schutz vor Sonne und Regen komme aus denkmalpflegerischen Gründen nicht in Frage. Pfarrer Josef Bawidamann wunderte sich, dass Henau mit seinem starken Bevölkerungswachstum keine Abdankungshalle erhalte. Gähwiler wies darauf hin, dass eine Aufbahrungshalle Sache der Politischen Gemeinde sei, Henau aber verhältnismässig wenig Beerdigungen habe. Pfarrer Georg Schmucki drückte seine Überzeugung aus, dass der «schönste Platz in Henau» würdig gestaltet werden dürfe. Die Mehrheit schloss sich diesem Votum an und bewilligte den Kredit von 192 000 Franken. Dieser Betrag ist innert zehn Jahren zu amortisieren.

Handlungsbedarf bei Heizung

René Wirth berichtete mit Bedauern über das Nichtzustandekommen des Nahwärmeverbundes, dem die Pfarrei beitreten wollte. Die Ölheizung im Niederuzwiler Pfarrhaus und Pfarreiheim stammt aus dem Jahr 1986. Um nun etwas umwelttechnisch Sinnvolles zu planen, brauche es mehr Zeit. Die Anwesenden unterstützten dieses Anliegen. Paul Gähwiler machte darauf aufmerksam, dass in den kommenden Wahlen in den Räten und Kommissionen Stellen neu zu besetzen seien. Mit einem herzlichen Dankeschön hatte er sich schon zu Beginn der Versammlung bei allen bedankt, die sich in irgendeiner Form für eine lebendige Kirche einsetzen.

Die Umgestaltung des Abdankungsplatzes umfasst das Missionskreuz (im Vordergrund) und die Versetzung des Brunnens. (Bild: stu.)

Die Umgestaltung des Abdankungsplatzes umfasst das Missionskreuz (im Vordergrund) und die Versetzung des Brunnens. (Bild: stu.)

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