A1-Anschluss Wil West ab 2019

Der Autobahnanschluss Wil West soll im Zeitraum 2019 bis 2022 realisiert werden. So zumindest lautet die Empfehlung des Bundes an das eidgenössische Parlament. Damit rückt auch der Entwicklungsschwerpunkt Wil West näher.

Hans Suter
Drucken
Teilen
Der Autobahnanschluss Wil West wird von der Priorität C in die Priorität B verschoben. Damit kann die Realisierung bereits im Zeitraum 2019 bis 2022 erfolgen. (Bild: Hans Suter)

Der Autobahnanschluss Wil West wird von der Priorität C in die Priorität B verschoben. Damit kann die Realisierung bereits im Zeitraum 2019 bis 2022 erfolgen. (Bild: Hans Suter)

REGION. Im Agglomerationsprogramm 2. Generation sticht der Entwicklungsschwerpunkt (ESP) Wil West heraus. Dort sollen in den nächsten 15 bis 20 Jahren mehr als 2000 neue Arbeitsplätze entstehen. Zentrale Begleitmassnahmen sind der Bau des Autobahnanschlusses Wil West und die Verlegung der Frauenfeld-Wil-Bahn (FWB).

Lob vom Bundesamt

Im Gegensatz zum ersten Aggloprogramm gibt der Bund nun grünes Licht – und Geld. «Im Agglomerationsprogramm Wil 2. Generation ist gegenüber demjenigen der 1. Generation eine deutliche Entwicklung im Sinn der Zielsetzungen einer nachhaltigen Raum- und Verkehrsplanung festzustellen», lobt das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE). «Das Agglomerationsprogramm baut auf kohärenten Teilverkehrskonzeptionen für die Zentren Wil und Uzwil auf», schreibt das ARE weiter und beantragt dem Parlament, knapp 24 Millionen Franken an die Kosten von rund 60 Millionen Franken beizusteuern.

Christoph Häne, Präsident der Regio Wil, freut's. Besonders, was das Grossprojekt Wil West anbelangt. «Der Bund anerkennt die Wichtigkeit der Planung und Realisierung des Autobahnanschlusses Wil West sowie der Ausbauten auf dem Hauptstrassennetz im Zusammenhang mit dem Entwicklungsschwerpunkt Wil West. Die Zusammenhänge wurden erkannt und die in den vergangenen zwei Jahren erarbeiteten Planungsgrundlagen berücksichtigt», sagt Häne. Noch nicht gelungen sei es, dem Bund den Nutzen der Netzergänzung Nord (Tangente Wil West/Bronschhofen) für die Entlastung des Stadtzentrums Wil sowie deren positiven Auswirkungen auf die Umwelt und Siedlungsentwicklung aufzuzeigen.

Schwachpunkt

Der verkehrsseitige Schwachpunkt des Programms ist in den Augen des ARE, «dass die Agglomeration nicht aufzeigt, was ohne Netzergänzungen im Einzugsgebiet des Schwanenkreisels zur Zentrumsentlastung Wil möglich ist, sei es mit einem umfassenden Verkehrsmanagement oder mit weiteren nachfrageseitigen Massnahmen».

Stimmen die eidgenössischen Räte zu, können je nach Priorität ab dem Jahr 2015 Gelder fliessen.

Christoph Häne Präsident Regio Wil (Bild: pd)

Christoph Häne Präsident Regio Wil (Bild: pd)

Aktuelle Nachrichten