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85 Prozent zu wenig Regen im November

Trotz sieben Frosttagen war es im November 1,3 Grad zu warm. Erstmals seit März leistete die Sonne keine Überstunden. Regen gab es nur an drei Tagen.
Christoph Frauenfelder

Bis weit über St. Martin (11. November) dauerte das diesjährige Martinisömmerchen: Trockene, milde Tage mit guter Fernsicht gestalteten diese Wettersingularität, eine mit grosser Trefferwahrscheinlichkeit sich alljährlich wiederholende Wetterlage Anfang November. Alle Tage lagen temperaturmässig über dem Durchschnitt. Erst Mitte November hielt der kalte und windige Spätherbst Einzug. Düstere Wolken hingen über der Ostschweiz.
Doch die Trockenheit setzte sich weiter fort. So resultierte Ende Monat immer noch ein beachtlicher Temperaturüberschuss von 1,3 Grad. Bereits traten sieben Tage mit Frost auf. Die Heizgradziffer ergab 436 Grad. Der Temperaturspanne reichte von -1 bis 18 Grad.

Nur drei Regentage im ganzen Monat

Die wenigen Regentage brachten entsprechend geringe Niederschläge. Ende des Monats fehlten noch 85 Prozent bis zum Plansoll. Doch im Jahr 2011 gab es einen noch trockeneren November, als gar kein Niederschlag fiel. Er ist der Rekordhalter seit Messbeginn vor 150 Jahren. Zwar fiel Ende November der erste Schnee, doch er blieb im Fürstenland nicht liegen. Dazu war es noch zu warm und die russische Kaltluft hatte sich auf dem Weg nach Mitteleuropa kräftig erwärmt. Die Sonne leistete erstmals seit März zu wenig Stunden. Sie brachte es auf lediglich 75 Prozent ihres Sollwertes. Die zweite Monatshälfte war zu oft mit dickem Hochnebel bestückt. Und der häufige Bodennebel hielt sich bis um die Mittagszeit.

Warmgoldener Herbst war trocken und sonnig

Die Herbste sind im Begriff, seit einigen Jahren deutlich an Wärmegraden zuzulegen. Dieses Jahr schloss er mit einem Überschuss von zwei Grad. Nur noch der Rekordhalter 2006 war etwas wärmer. Für einen noch trockeneren Herbst müssen wir allerdings bis zum Jahre 1962 zurückblättern. Auch werden die Herbste zunehmend sonniger. Diesen Herbst betrugen die sonnigen Überstunden 20 Prozent.

Der Autor ist Inhaber der Meteotop-Wetterstation Fürstenland in Niederuzwil

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