715'000 Franken für Hochwasserschutz: Schwarzenbach in Schwarzenbach wird teilweise offen gelegt

Am 30. März entscheidet Jonschwil über die Sanierung des Bachdurchlasses in Schwarzenbach. Das Projekt könnte 2020 realisiert werden.

Andrea Häusler
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Das Nadelöhr zwischen der Jonschwiler- und der Bach-/Aeuelistrasse ist der Hauptgefahrenpunkt bei Hochwasser.

Das Nadelöhr zwischen der Jonschwiler- und der Bach-/Aeuelistrasse ist der Hauptgefahrenpunkt bei Hochwasser.

Plan: Gemeinde Jonschwil

Bei einem hundertjährlichen Niederschlagsereignis sind im Abschnitt Breiti-Aeueli in Schwarzenbach Spitzenabflüsse von 17 Kubikmetern pro Sekunde zu erwarten. Zum Schutz des Dorfteils, der westlich der Strasse nach Jonschwil unweit des Spar Supermarkts liegt, ist der Gemeinderat zum Handeln verpflichtet. Denn die Gemeinden haben, gestützt auf die Naturgefahrenkarten, Massnahmenkonzepte zur Gefahrenabwehr zu erarbeiten. In dem für die Gemeinde Jonschwil vorgängig erarbeiteten Konzept wird empfohlen, einerseits den Zufluss aus dem Einzugsgebiet des Schwarzenbachs zu drosseln und andererseits die Durchflusskapazität des Schwarzenbaches im Wohngebiet zu erhöhen.

Beseitigung des Nadelöhrs

Heute verläuft der Schwarzenbach zwischen der Jonschwiler- und der Bach-/Aeuelistrasse auf einer Länge von rund 70 Metern unterirdisch in einem Betonrohr. Dieses Rohr mit einem Innendurchmesser von 110 Zentimetern wirkt mit seiner geringen Durchflusskapazität als Nadelöhr und ist eine bedeutende Schwachstelle bei Hochwasser, heisst es im nun vorliegenden Gutachten zuhanden der Bürgerversammlung.

Die Bachröhre im Bereich der Jonschwilerstrasse wurde bereits im Jahre 2003 grösser dimensioniert. Das nun zur Diskussion stehende Neubauprojekt lässt sich in vier Teilstrecken unterteilen: Im Bereich der Grundstücke Nummer 169 und 168 ist kein Platz für eine Öffnung vorhanden. Es soll deshalb auf einer Länge von rund 26 Metern ein neuer geschlossener Durchlass mit einem Innenquerschnitt von mindestens 1,79 mal 2,60 Meter erstellt werden. Im Bereich des Grundstücks Nr. 167 ist vorgesehen, den Durchlass auf einer Länge von rund 27 Metern als offenes Gerinne auszubilden. Die nördliche Wand wird als Natursteinmauer, die südliche als Betonmauer gestaltet.

Unter der Bachstrasse ist geplant, die bestehende Betonröhre durch ein rechteckiges Betonbauwerk mit einer Dimension von 1,79 mal 2,60 Meter zu ersetzen. Im Bereich des bestehenden, unterirdischen Überlaufbauwerks zwischen den Grundstücken Nummer 166 und 1605 soll der Bach hingegen wieder offen gelegt werden.

Projektausführung im laufenden Jahr

Der Gemeinderat beantragt der Bürgerversammlung vom 30. März mit dem Gutachten einen Kredit von 715'000 zur Sanierung des Bachdurchlasses. Mit dem Projekt wird der Hochwasserschutz beim Schwarzenbach deutlich verbessert, schreibt der Gemeinderat. Das Vorhaben soll im Jahr 2020 umgesetzt werden, damit anschliessend die geänderten Verkehrsführungen im Umfeld der Schule Schwarzenbach realisiert werden können.

Das vollständige Gutachten ist auf der Website der Gemeinde abrufbar.