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6 Jahre von der Idee bis zur Umsetzung: Kletterclub bewies Ausdauer beim Bau der Boulderanlage

Mit der Einweihung der Boulderanlage geht für den Kletterclub Wil ein langes Projekt zu Ende. Von der Idee bis zur Umsetzung mussten zahlreiche Hürden überwunden werden.
Gianni Amstutz
So sieht die 4,5 Meter hohe Anlage aus. (Bild: Gianni Amstutz)

So sieht die 4,5 Meter hohe Anlage aus. (Bild: Gianni Amstutz)

Bouldern, das ist Klettern in Absprunghöhe, oft an überhängenden Wänden. Sportler benötigen dafür neben Kraft vor allem Geschicklichkeit, eine klare Strategie und Durchhaltewillen. Alles Fähigkeiten also, die der Vorstand des Kletterclubs Wil ebenso beweisen musste auf dem Weg zu einer eigenen Outdoorboulderanlage auf dem Gelände des Sportparks Bergholz.

Von der Idee 2013 bis zur Fertigstellung 2019

Denn obwohl die gut gefüllte Kasse des Vereins am Ursprung der Idee einer eigenen Boulderanlage stand, mussten Unterstützer zur Finanzierung des 120000 Franken teuren Blocks gefunden werden. Sport-Toto wollte jedoch nicht zahlen, da der Kletterclub Wil nicht Mitglied des Olympischen Verbandes ist.

Präsident Daniel Schläpfer testet die Wand.

Präsident Daniel Schläpfer testet die Wand.

So suchte man das Gespräch mit der Stadt, ob diese den anfänglich gesprochenen Beitrag von 10000 auf 30000 Franken aufstocken würde, wie Vorstandspräsident Daniel Schläpfer erzählte. Nachdem der Kredit im Budget 2018 vom Parlament verabschiedet und eine Nutzungsvereinbarung mit der Stadt ausgehandelt wurde, stand aus finanzieller Sicht dem Bau der Anlage nichts mehr im Weg. Auch dank privater Sponsoren, allen voran der Raiffeisenbank Wil.

Doch von der Idee 2013 bis zur definitiven Fertigstellung in diesem Jahr mussten nicht nur Fragen zur Finanzierung geklärt werden. Auch der Standort des Kletterblocks bereitete den Verantwortlichen lange Kopfzerbrechen. Eigentlich hätte er unmittelbar bei der Kanti Wil stehen sollen. Eine provisorische Zusage hatte der Kletterclub dafür bereits. Doch dann intervenierte der Kanton und verhinderte den Bau des Bouderblocks bei der Kanti.

Beim Bouldern wird oft überhängend geklettert.

Beim Bouldern wird oft überhängend geklettert.

Schliesslich wurde man auf dem Sportpark Bergholz fündig. Dorthin passt die Anlage bestens hin. Zusammen mit den Fussballplätzen, der Eishalle, dem Frei- und Hallenbad sowie dem Skaterpark, der am nächsten Wochenende eingeweiht werden soll, ergänzt die Boulderanlage das Sportangebot im Bergholz. Stadträtin Jutta Röösli zeigte sich begeistert: «Ihr habt Ausdauer bewiesen. Es ist nicht selbstverständlich, was hier geleistet worden ist», sagte sie. Die Anlage füge sich gut in die Sporthochburg Bergholz im Süden Wils.

Mit der Boulderanlage im Freien hat die Stadt Wil nun eine in der Ostschweiz einzigartige Anlage. Diese ist rund um die Uhr frei zugänglich.

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