50 Millionen lösen sich in nichts auf

Das Abenteuer Biorender begann im Jahr 2008 und wurde als Renditeprojekt und vielversprechende Weltneuheit angepriesen. Mit Produktionsbeginn im Jahr 2011 tauchten aber die ersten verfahrenstechnischen Probleme auf, die trotz weiterer Investitionen bis zum Konkurs nie ganz behoben werden konnten.

Hans Suter
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Das Abenteuer Biorender begann im Jahr 2008 und wurde als Renditeprojekt und vielversprechende Weltneuheit angepriesen. Mit Produktionsbeginn im Jahr 2011 tauchten aber die ersten verfahrenstechnischen Probleme auf, die trotz weiterer Investitionen bis zum Konkurs nie ganz behoben werden konnten. Im nachhinein zeigt sich: Biorender war kein Renditeobjekt, sondern ein verschwiegenes Pionierprojekt. Und es wurde ein sinnloser Konkurrenzkampf gegen die TMF Extraktionswerk AG in Bazenheid geführt, der in einem ruinösen Preiskampf um Rohware endete. Nach und nach kam zudem ein Lügenteppich zum Vorschein, für den sich der ehemalige Wiler Stadtrat Andreas Widmer in einem Teilbereich vor Gericht verantworten muss. Zieht man ökonomisch Bilanz, resultieren Investitionen und Zahlungen von rund 50 Mio. Franken, die sich in nichts aufgelöst haben. Ökologisch betrachtet resultiert ein massiver Vertrauensverlust in Projekte für alternative Energien. Dass Jacques Hunziker als ehemaliges Kadermitglied die Anlagen nun für einen Zehntel des angerichteten Schadens hat ersteigern können, macht die Sache zur Tragödie.

hans.suter@wilerzeitung.ch