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450 000 Franken für den Hof zu Wil

Für denkmalpflegerisch wertvolle Renovationen, Sanierungen und Umbauten leistet der Lotteriefonds des Kantons St. Gallen Unterstützungsbeiträge. Aktuell fliessen auf Beschluss des Kantonsrats 807000 Franken in neun Projekte in der Region Wil.
Hans Suter
Der Hof zu Wil ist das dominanteste Gebäude in der gut erhaltenen Wiler Altstadt. Sein Ursprung liegt in einer Befestigungsanlage der Grafen von Toggenburg. (Bilder: Hans Suter)

Der Hof zu Wil ist das dominanteste Gebäude in der gut erhaltenen Wiler Altstadt. Sein Ursprung liegt in einer Befestigungsanlage der Grafen von Toggenburg.
(Bilder: Hans Suter)

Am Mittwochnachmittag behandelte der St. Galler Kantonsrat die zweite Tranche der diesjährigen Beiträge aus dem Lotteriefonds. Die gelisteten Projekte aus den Wahlkreisen Wil und Toggenburg gaben keinerlei Anlass zu Diskussionen. Mit 92 Ja-Stimmen und einer Enthaltung hiess das Kantonsparlament alle der 71 Beitragsgesuche mit einem Gesamtbetrag von 5,6 Millionen Franken gut.
In die Region zwischen Degersheim, Wil und Lütisburg werden diesmal neun Projekte mit einem Beitrag zwischen 12000 und 450000 Franken unterstützt. Insgesamt fliessen 807000 Franken in die Region.

Wil: 450 000 Franken an das Detailprojekt Hof zu Wil

Der mit Abstand grösste Beitrag fliesst an die Stiftung Hof zu Wil. Für 1,83 Millionen Franken wird das Detailprojekt für die dritte Bauetappe der Sanierung des Wiler Wahrzeichens aufgewendet. Die später folgenden Bauausführungen werden einen zweistelligen Millionenbetrag verschlingen. Der Hof zu Wil ist ein Baudenkmal von nationaler Bedeutung und hat eine bewegte, rund 800-jährige Geschichte hinter sich. Sein Ursprung liegt in einer Befestigungsanlage der Grafen von Toggenburg. Schon im frühen Mittelalter wurde der Bau vom Kloster St. Gallen übernommen und diente vorerst als Lagerhaus und Statthalterei, später als beliebte Residenz verschiedener Äbte. Der in der äbtischen Zeit stufenweise ausgebaute Baukörper dominiert heute durch seine Lage und das mächtige Volumen die Altstadt von Wil. Zwischen 1810 und 1982 war der Hof eine Brauerei.
Heute umfasst der Gebäudekomplex eine Kubatur so gross wie 40 Einfamilienhäuser und beherbergt verschiedene Einrichtungen wie eine Gastronomie, Bibliothek, Museum, Volkshochschule und weiteres.

Wil: 154 400 Franken an die Totalrenovation Marktgasse 48

Wil, Marktgasse 48 (braun): Aussen ein schönes Beispiel von einfacher biedermeierlicher Eleganz und innen eine wahre Schatztruhe von baugeschichtlicher Komplexität.

Wil, Marktgasse 48 (braun): Aussen ein schönes Beispiel von einfacher biedermeierlicher Eleganz und innen eine wahre Schatztruhe von baugeschichtlicher Komplexität.

An die denkmalpflegerischen Aufwendungen bei der Totalrenovation der Altstadtliegenschaft Marktgasse 48 in Wil leistet der Lotteriefonds einen Beitrag von 154400 Franken. Seit dem Jahr 2017 ist dieses Gebäude als Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung ausgeschieden. Aussen von einfacher biedermeierlicher Eleganz und innen eine wahre Schatztruhe von baugeschichtlicher Komplexität: Das ist die Eigenart zahlreicher Zeilenhäuser in der Wiler Altstadt. Das Haus Marktgasse 48 ist ein besonders schönes Beispiel. An seinen gut ablesbaren Bauetappen lässt sich ein wesentlicher Teil der ortsbaulichen Entwicklung der Altstadt nachvollziehen. Das Haus wurde nun einer durchgreifenden Restaurierung unterzogen. Dank der umsichtigen Ausführungsleitung durch den Eigentümer, der auch gleichzeitig als Planer tätig ist, konnte eine wertvolle baugeschichtliche Dokumentation erstellt werden.

Gähwil: 49 200 Franken an die Fassadenrenovation der Kirche

Die katholische Kirche Gähwil bedurfte einer Aussenrenovation. (Bild: Urs Hemm)

Die katholische Kirche Gähwil bedurfte einer Aussenrenovation. (Bild: Urs Hemm)

Die katholische Kirche in Gähwil wurde 1936 bis 1937 vom Architekten Otto Linder anstelle eines barocken Vorgängerbaus erbaut. Als moderner Sakralbau der Zwischenkriegszeit ist sie eine typische Vertreterin des modernen Kirchenbaus, dem hohe ortsbauliche Bedeutung zukommt. Die Kirche wird einer Fassadenrenovation unterzogen. Mittels Befunden wurden die historischen Farben eruiert, sodass die Kirche nach der Renovation wieder ihr passendes historisches Erscheinungsbild zurückerhält. Gleichzeitig werden die Stützmauern, die das Kirchengrundstück einfassen, instand gestellt und renoviert. Aus dem Lotteriefonds werden 49200 Franken beigesteuert. Seit dem Jahr 2017 ist dieses Gebäude als Kulturobjekt von kantonaler Bedeutung ausgeschieden.

Wil: 37 100 Franken an die Innen-Renovation Fürstenlandstrasse 5

Wil, Fürstenlandstrasse 5: In diesem Haus wuchs der bekannte Architekt Johann Georg Müller (1822–1849) auf. Sein Vater zog einst von Mosnang nach Wil.

Wil, Fürstenlandstrasse 5: In diesem Haus wuchs der bekannte Architekt Johann Georg Müller (1822–1849) auf. Sein Vater zog einst von Mosnang nach Wil.

Das klassizistisch ausgeformte Wohnhaus mit eleganten Proportionen diente einigen prominenten Familien als repräsentativer Wohnsitz. Die heutigen Besitzer haben dem noblen Haus (von kantonaler Bedeutung) und seinen schmucken Nebenbauten wieder einen Teil des klassizistischen Gepräges zurückgegeben, daneben aber die teilweise hervorragend gestalteten Interieurteile des 20. Jahrhunderts respektiert.

Degersheim: 30 100 Franken an die Dachsanierung Taastrasse 11

Die mechanische Stickerei des 19. Jahrhunderts hat auch die Gemeinde Degersheim nachhaltig geprägt. Nach dem Dorfbrand von 1818, entstanden rasterförmig angelegte Quartiere für die Stickerei-Heimarbeiter. Das Haus Taastrasse 11 ist ein Zeitzeuge von kantonaler Bedeutung. Der Lotteriefonds unterstützt die Dachsanierung mit 30100 Franken.

Niederglatt: 24 900 an Umbau Wohnhaus Watt 736

Das Doppelhaus ist Teil der schützenswerten Baugruppe Watt, einem Weiler auf einer Geländeterrasse über der Glatt westlich von Niederglatt (Gemeinde Oberuzwil). Die auf 1686 datierte Stube wurde 1914 an das damalige Museum im Stadtpark (heute Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen) verkauft. Der östliche Hausteil (736) wird im Innern für eine zeitgemässe Wohnnutzung angepasst.

Wil: 30 000 Franken an das Classic Open Air «Puccini und die Frauen»

Aus der Sachgruppe «Kultur I», welche die Bereiche Musik, Theater, Tanz und Literatur umfasst, fliessen 62000 Franken in die Regio Wil. 30000 Franken gehen an das Classic Open Air Wil für die 2019 stattfindende Produktion «Puccini und die Frauen». Das Classic Open Air wird seit 2001 auf dem Goldenen Boden in der Wiler Altstadt durchgeführt.
20000 Franken fliessen nach Lütisburg, wo am 6. Juni 2019 die erste Aufführung der Theaterkreation «Wild – Ein Schlendern in die Ursprünglichkeit» stattfindet. 12000 Franken erhält das Ring Theater Mosnang für das Theaterprojekt «Bonjour Paris – Eine Begegnung mit der Moderne».

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