40 gute Minuten reichen nicht

Der EHC Uzwil verliert in Seewen 0:2. Jetzt stehen die Untertoggenburger wieder auf dem letzten Tabellenrang. Mit einem Sieg hätten sie sogar die Pikes hinter sich lassen können.

Urs Nobel
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EISHOCKEY. In der ersten Drittelspause meinte ein Uzwil-Anhänger, dass seine Mannschaft Glück gehabt habe, nicht mehr als nur 0:1 in Rückstand zu liegen. In der zweiten Drittelspause sagte ein Einheimischer, dass es sich für die Uzwiler rächen könnte, wenn sie weiterhin so nachlässig mit ihren Torchancen umgingen. Tatsächlich verzeichnete die Mannschaft von Trainer Bader im Mitteldrittel deutliche Feldvorteile und auch ein klares Chancenplus. Zweimal konnten sogar zwei Stürmer gegen nur einen Verteidiger aufs gegnerische Tor losziehen, ohne allerdings zu reüssieren.

Chancen über Chancen

Absolut fahrlässig gingen die Uzwiler allerdings im dritten Drittel mit ihren Möglichkeiten um. Zuerst setzte sich Stoop gegen einen gegnerischen Verteidiger durch, um jedoch im Abschluss zu versagen. Kurz darauf kam Swart – während seine Mannschaft in Unterzahl spielte – zu einem Konter, der ebenfalls ungenutzt blieb. Nach ihm traf Bucher aus guter Position das Tor nicht und Stoop fand in einem weiteren Anlauf in Torhüter Balmer seinen Meister. Während Swart bei diesem Uzwiler Sturmlauf über- statt auf den Puck schlug und auch Fehlmann einen möglichen Abschluss zu wenig überzeugend ansetzte, hiess es nach rund zehn Minuten im Schlussdrittel immer noch 1:0 für Seewen. Buchers Ablenker traf in der Folge ebenso nur den Pfosten wie auch Kochs Abschlussversuch nach einem allgemeinen Gestocher neben das Tor geriet. Erst nach all diesen Abschlussversuchen brauchte Juliano Gallmann erstmals im Schlussdrittel richtig einzugreifen. Der Seebner-Angriff war während dieser Phase praktisch inexistent. Gallmanns Intervention gegen Schmidig nennt man allerdings «Big Save».

Wer die Tore nicht macht…

Es kam, wie es kommen musste. Seewen, das in besagter Phase nur noch auf Konter lauerte, kam via Sigg und Suter zu einem Gegenstoss, den Oggier kaltschnäuzig verwertete. Mit diesem Treffer war auch der letzte Siegeswille der Uzwiler gebrochen. Weder ein Time-out noch eine weitere Überzahl der Uzwiler konnte am Resultat oder der Niederlage nochmals etwas ändern.

Seewen – Uzwil 2:0 (1:0, 0:0, 1:0) Zingel – 438 Zuschauer – Sr. Albertin (Fausch/Krotak). Tore: 11. Schnüriger (Ausschluss Fehlmann) 1:0, 56. Oggier (Suter, Sigg, Ausschluss Sturzenegger) 2:0. Strafen: 5mal 2 Min. gegen Seewen, 7mal 2 Min. gegen Uzwil. EHC Seewen: Balmer; Baggenstoss, GullHoldener, Krayenbühl, Sigg, Schättin, S. Brücker, F. Brücker, Schnüriger, Oggier, Schön, Anliker, Bolfing, Bolli, Schmidig, Suter, Koller, Büeler, Müller, Kücük. EHC Uzwil: Gallmann; Frenzel, Stüssi, Sturzenegger, Hofer, Bischof, Hiltebrand, Klopfer, Swart, Elsener, Bucher, Locher, Tius, Fehlmann, Koch, Eigenmann, Stoob, Heid, Puntus. Bemerkungen: 57. Time-out Uzwil. Die Spieler Tius und Puntus wegen Auswärts-Elite-Spiel am Freitag erst nachts um 2 Uhr zurückgekehrt.

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