240 000 Franken fliessen nach Wil

Die Stadt Wil ist regional die kulturelle Hochburg. Nirgends zwischen St. Gallen und Winterthur ist das Angebot grösser als in Wil. Und nirgends fliesst mehr Geld in die vielfältige Kulturlandschaft. Das würdigt auch der Kanton.

Hans Suter
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Das Open-Air-Classic Wil 2013 erhält 10 000 Franken. (Bild: Carola Nadler)

Das Open-Air-Classic Wil 2013 erhält 10 000 Franken. (Bild: Carola Nadler)

WIL. Die Stadt Wil gibt jährlich mehr als eine Million Franken für das kulturelle Angebot aus. Die Beiträge fliessen in unterschiedlichsten Grössen in die unterschiedlichsten Projekte. Das bleibt beim Kanton nicht unbeachtet. Das Amt für Kultur des Kantons St. Gallen würdigt das diesjährige kulturelle Schaffen in der Stadt Wil mit Zuschüssen von insgesamt 240 000 Franken für sieben Institutionen.

Tonhalle ganz vorne

Mit 110 000 Franken den höchsten Betrag erhält die Tonhalle. Mit je 30 000 Franken wird das Wirken der Kunsthalle und des Momoll-Theaters unterstützt. Das Kulturzentrum Garde de Lion, früher Remise genannt, erhält einen Jahresbeitrag von 20 000 Franken, das Musiktheater Wil (Operette) 15 000 Franken. Je 10 000 Franken erhalten dieses Jahr das Open Air Rock am Weier und der Verein Open Air Classic Wil (Verdi-Open-Air).

Beiträge in der Region

Aus den Mitteln des Kantons bzw. des kantonalen Lotteriefonds fliessen ausserdem stattliche Beiträge in verschiedene Regionsgemeinden. So erhält Klangwelt Toggenburg 350 000 Franken, das Chössi-Theater Lichtensteig 70 000 Franken, die Jazztage Lichtensteig 30 000 Franken, die Netzwerkbühne Bazenheid 15 000 Franken, Kultur in Mogelsberg 10 000 Franken.

In der Novembersession hat der Kantonsrat verschiedene Projektbeiträge beschlossen, die auch in der Region Wil ihre Wirkung entfalten. Mit 15 000 Franken wird der sechste Band in der Reihe «Monasterium Sancti Galli» der Stiftsbibliothek unterstützt. In seiner Dissertation geht der St. Galler Philipp Lenz dem Kloster unter dem Pfleger und Abt Ulrich Rösch (1457–1491) nach, der auch in Wil seine Spuren hinterlassen hat. Mit 10 000 Franken wird eine Publikation unterstützt, die den 35 Landungen oder Abstürzen fremder Flugzeuge in der Ostschweiz während des Zweiten Weltkriegs nachgeht. Mit 150 000 Franken der weitaus grösste Beitrag in der Region geht an die Erhaltung des Toggenburger Schmiede- und Werkzeugmuseums in Bazenheid. Das Museum dokumentiert in erster Linie das regionale Handwerk des 19. und 20. Jahrhunderts.