24 Stunden Fasnacht feiern - Der "Thuurknall" feiert Premiere

Der Ganz-Tages-Event findet am Fasnachtssamstag in Schwarzenbach zum ersten Mal statt.

Vera Minder
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Die Guggenmusik Thuurvögel an der letztjährigen «Birräweich»: Dieses Jahr wagen sie mit dem «Thuurknall» etwas Neues.

Die Guggenmusik Thuurvögel an der letztjährigen «Birräweich»: Dieses Jahr wagen sie mit dem «Thuurknall» etwas Neues.

Bild: PD

Nach 16 Jahren der «Birräweich»-Party wagt sich die Guggenmusik Thuurvögel an einen neuen Event: den «Thuur­knall». Am Fasnachtssamstag, 22. Februar, wird in Schwarzenbach ganze 24 Stunden lang ein breites Programm angeboten.

Auslöser für die Neuausrichtung seien die rückgängigen Besucherzahlen der letzten Jahre. Er führe das auf die Veränderung des Ausgangsverhaltens der Dreissig- bis Vierzigjährigen zurück, sagt Peter Buchmann, Präsident der «Thuurvögel». «Die ‹Birräweich› war aber ehrlich gesagt vielleicht auch einfach ein wenig überholt.» Nun wollen die Fasnächtler «back to the roots». «Unser Ziel ist es die Dorffasnacht wieder aufleben zu lassen», erklärt Buchmann. Einen Umzug gab es nämlich in Schwarzenbach seit 2004 nicht mehr.

Von Umzügen zu Partys im Zelt

Der neue Event startet nun um 6 Uhr mit einem Morgenumzug. 17 Gruppen, von Hexen bis Guggen alles dabei, ziehen durch die Strassen. Der Umzug endet auf dem Areal des S1-Gewerbezentrums an der Schalmenackerstrasse, wo der «Thuurknall» offiziell eröffnet wird. Nach dem «Dorfzmorge» sorgt Entertainer Martin Kofler für Unterhaltung, ab 10 Uhr ist das Kinderschminken eröffnet. Um 14 Uhr startet der grosse Nachmittagsumzug mit 20 Nummern. «Verschiedenste Fasnachtsgruppen sind vertreten, von verkleideten Kindergärtlern bis Guggen», sagt Buchmann. Um 16 Uhr legt der elfjährige DJ Dylan an der Kinderfasnacht im Festzelt auf. Verschiedene Guggenmusiken treten auf den drei Aussenbühnen auf. Ab 19 Uhr kann man sich im Festzelt dann das Ländler-Trio «Hörnlifäger» und anschliessend die Schlagergruppe «Steffi l’Amour Prinz und ihre Zuckerpuppen» anhören. Ebenfalls ab 19 Uhr sorgt im Partyzelt DJ Maio für die richtige Stimmung für die Partygänger.

Die Motivation ist gross

Ein Event in diesem Ausmass bedarf viel Vorbereitung. «Im Mai haben wir uns definitiv zur Durchführung entschieden», erzählt Buchmann. Über den Sommer sei viel passiert. Fünf Organisationsgruppen wurden erstellt, die sich um die Ressorts Unterhaltung, Werbung, Festwirtschaft, Umzüge oder Bau kümmerten. Jede Gruppe sei im Gesamt-OK vertreten, das sich um alle administrativen Angelegenheiten kümmert. Finanziert wird der Anlass durch Sponsoren und die Festwirtschaft. Der Verein verlangt keinen Eintritt, weder auf dem Festareal noch für die Umzüge. Den Umzugsgruppen wird sogar Verpflegung spendiert. Die knapp 70 Mithelfenden sorgen dafür, dass jeder mal eine Pause einziehen kann, abgesehen davon wird 24 Stunden durchgearbeitet.

«So etwas haben wir noch nie gemacht, es ist ganz neu für den Verein.»

Die Begeisterung der Mitglieder ist jedoch ungezügelt. Gerade weil es ein neuer Event ist, sind alle voller Elan und wollen sich der Herausforderung stellen, erzählt Buchmann. Sie hätten unter anderem einen 7,5 Meter langen Eingangspfeil gebaut, der zum Festgelände zeigt. Und jeder habe kurze Werbefilme über Whatsapp an seine Kontakte geschickt. «Man weiss halt nicht, wie viele kommen», erklärt er. «Das hängt auch stark vom Wetter ab.» Diese Ungewissheit mache Fragen nach der Menge des Essens und der Getränke, die bestellt werden sollen, um einiges schwieriger.

Die «Birräweich» hatte früher bis zu 2000 Gäste. Den Hauptumsatz hätten sie jeweils zwischen 22.30 und 3 Uhr gemacht. Zur «Thuurknall»-Premiere hofft Buchmann auf 1000 bis 1500 Gäste. «Allerdings werden sie auf den ganzen Tag verteilt kommen, was es für uns um einiges angenehmer macht.» Sie möchten eine breite Zielgruppe von Jung bis Alt ansprechen. Nicht nur Dorfbewohner, sondern auch andere Besucher seien natürlich herzlich willkommen.

«Wir haben unser Budget so aufgestellt, dass wir schwarze Zahlen schreiben werden», erklärt er. Denn geplant ist es, dass der «Thuurknall» nun jährlich stattfinden kann.