200 Neuanschlüsse in zwei Jahren

UZWIL. Beim Ausbau des Glasfasernetzes in der Gemeinde Uzwil kooperiert die SKA mit der Swisscom. Dritter Leistungsanbieter ist die Cablecom. Die Technischen Betriebe wollen in diesem Markt nicht mitmischen.

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An vielen Orten in der Gemeinde sind sie nicht zu übersehen, die Bauanzeigetafeln der SAK. (Bild: gk)

An vielen Orten in der Gemeinde sind sie nicht zu übersehen, die Bauanzeigetafeln der SAK. (Bild: gk)

Der St. Galler Stromversorger SAK baut in der Gemeinde Uzwil ein Glasfaser-Hochgeschwindigkeitsnetz für Fernsehen, Internet und Telefon. Mit von der Partie ist auch die Swisscom, die, laut Sprecherin Annina Merk, permanent daran ist, ihr Netz auszubauen. Durch die Zusammenarbeit mit der SAK könne nun die bereits heute leistungsstarke Infrastruktur in den dichtbesiedelten Gemeindeteilen mit <Fiber to the Home> oder eben mit Glasfasern bis in die Wohnungen und Geschäfte weiter gesteigert werden.

Schneller und günstiger

Lukas Mäder, stellvertretender Geschäftsleiter der SAK, ergänzt: «In fünf Ostschweizer Gemeinden kooperieren die St. Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke AG und die Swisscom für den Ausbau des Glasfasernetzes. Dank dieser Kooperation geht das schneller und günstiger.» Mäder fügt an, die SAK könne als Stromdirektversorger auch in Uzwil weitgehend auf bereits vorhandene Rohranlagen zurückgreifen. Swisscom und SAK bauen gemeinsam vier Glasfasern je Anschluss. Zwei für jeden Partner. Das ermöglicht Wettbewerb. In eben diesem mischt auch die Cablecom mit. Das freut die Kunden, denn sie haben beim Anbieter die Wahl.

Ausbau von 2200 auf 2400

Laut Lukas Mäder sind bereits 2200 Wohnungen in der Gemeinde Uzwil mit Glasfasern erschlossen. Weitere 2400 Anschlüsse würden in den nächsten zwei Jahren gebaut. Der Ausbau erfolge in Etappen. «Gebäude, die innerhalb der Bauzonen liegen und wirtschaftlich erschlossen werden können, erhalten den Glasfaseranschluss kostenlos, sagt Mäder. Auf Wunsch werden auch andere Liegenschaften direkt mit Glas erschlossen, dort fällt dann eine Kostenbeteiligung an.» Erschlossen werden Uzwil, Niederuzwil, Henau und Algetshausen. Voraussichtlich auch die Dorfkerne von Niederstetten und Oberstetten, das Projekt dazu steht aber noch nicht.

Eigenes Gemeindenetz?

Wil und Flawil etwa bauen und betreiben durch ihre Technischen Betriebe eigene Kommunikationsnetze und treten damit am Markt als Mitbewerber auf. Im Gegensatz dazu sind die Technischen Betriebe Uzwil weder im Strom- noch im Datenübertragungsgeschäft tätig. Sie sehen auch keinen Bedarf, schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung zum Thema. Denn für den Grossteil der Bevölkerung gebe es Wahlfreiheit bei den Angeboten und, aufgrund der lokalen Marktsituation, sei ein weiteres kommunales Angebot nicht wirtschaftlich zu bauen und zu betreiben. (gk)

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