20 Jahre auf die Halle gewartet

Es war ein langer Weg bis zur Einweihung der Mehrzweckhalle Rössliwis am Wochenende. Für die Niederwiler war es ein Freudentag, entsprechend gross war der Publikumsaufmarsch an der Feier und den verschiedenen Anlässen.

Zita Meienhofer
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Die Niederwiler mussten lange auf eine neue Mehrzweckhalle warten. Am Wochenende fand die Einweihungsfeier der Rössliwis-Halle statt. Fast «ganz Niederwil» war auf dem Festplatz anzutreffen. (Bilder: Zita Meienhofer)

Die Niederwiler mussten lange auf eine neue Mehrzweckhalle warten. Am Wochenende fand die Einweihungsfeier der Rössliwis-Halle statt. Fast «ganz Niederwil» war auf dem Festplatz anzutreffen. (Bilder: Zita Meienhofer)

NIEDERWIL. «Ochsenblutrot» wird die Fassadenfarbe bezeichnet, die Baukommission wiegt 991 Kilogramm, der Boden ist ein kombielastischer Sportbelag, und Abwart Paul Frei freut sich auf das Turnen auf dem neuen Boden. Diese Informationen erhielt, wer am Samstagabend an der Einweihungsfeier der neuen Mehrzweckhalle Rössliwis in Niederwil teilnahm. Das war nur jenen zahlreich Anwesenden wichtig, die den Wettbewerb gewinnen wollten. Im Zentrum stand die Tatsache, dass diese Halle endlich realisiert wurde. Ein Projekt, das vor 20 Jahren einen ersten Anlauf nahm. Baukommissionspräsident Andrea Taverna sprach von einem Traum der Niederwiler, der 1997 begann. Er verglich die Halle mit einem Acker, der, sorgfältig und liebevoll gepflegt, hundert- oder tausendfachen Ertrag bringen werde. Auch Peter Bruhin, Präsident der Dorfkorporation und OK-Präsident der Einweihungsfeier, bezeichnete die Halle als Mehrwert für das Dorf, als Voraussetzung, dass das Dorfleben lebendig bleibt, die Vereine sich treffen können und eine Zukunft haben. Um das Mittun der Vereine Niederwils kam Architekt Hubert Bischoff nicht herum, musste er doch Kompromisse eingehen. Am allermeisten freue es ihn deshalb, wenn die Niederwiler die Räume gerne benutzen.

Gut investiertes Geld

Gemeindepräsident Alexander Bommeli, der in Niederwil aufgewachsen ist, kennt die Verhältnisse im alten Saal und kennt den Wert, den die neue Halle dem Dorf, der Gemeinde bringt. «Es ist gut investiertes Geld in ein Stück Zukunft», sagte er mit Blick auf die Kosten. Die Abrechnung liegt zwar noch nicht im Detail vor, der Voranschlag von 5,7 Millionen Franken wird voraussichtlich überschritten werden. Letztlich übergab er den Schlüssel an Maria Rohner, Präsidentin des Primarschulrats, die ihn dankend entgegennahm und sagte: «Es ist eine Halle für alle.»

Das erstemal – eine volle Halle

Dass die Mitglieder der Dorfvereine und die ganze Dorfbevölkerung Freude an der neuen Halle haben, zeigte der grosse Aufmarsch an der Einweihungszeremonie am Samstagabend. Die Halle war voll, alle vorhandenen Tische und Stühle besetzt. Ein Unterhaltungsprogramm mit Gesang, Tanz, Musik und Akrobatik zeigte auf, weshalb diese Halle nun dasteht. Turnvereinspräsident Erich Frick freut sich, dass die neue Halle mehr Möglichkeiten bietet für den Turnbetrieb und die Turnshow. Musikpräsident Bernhard Wick ist begeistert von der neuen Bühne, die mehr Fläche für ein Rahmenprogramm zulässt. Auch Jodelclub-Präsident Ignaz Niedermann bezeichnet die Bühne als Mehrwert, ebenso die Grösse des Saals, der künftig mehr Zuschauern Platz bietet.

Baukommissionspräsident Andrea Taverna und Gemeindepräsident Alexander Bommeli (rechts) übergeben die Halle ihrer Bestimmung.

Baukommissionspräsident Andrea Taverna und Gemeindepräsident Alexander Bommeli (rechts) übergeben die Halle ihrer Bestimmung.

Schüler und Vereinsmitglieder tragen zum Unterhaltungsprogramm bei.

Schüler und Vereinsmitglieder tragen zum Unterhaltungsprogramm bei.

Hallenhöhe reicht auch für Akronis.

Hallenhöhe reicht auch für Akronis.

Die neue Halle wird mit einer Polonaise der Bevölkerung übergeben.

Die neue Halle wird mit einer Polonaise der Bevölkerung übergeben.