2.-Liga-inter-Leader kränkelt

Die Chancen auf den Thron hat der FC Sirnach spätestens nach seiner zweiten Niederlage in Folge praktisch verspielt. Gegen den Leader darf er sich aber wieder Siegeschancen ausrechnen.

Urs Nobel
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FUSSBALL. In der 2. Liga inter, Gruppe 6, ist es an der Tabellenspitze spannend wie schon lange nicht mehr. Fünf Teams belegen ihre Positionen innerhalb lediglich drei Punkten Differenz. Das dürfte bis zum Schluss noch ein zünftiges Gerangel um den begehrten Aufstiegsplatz geben. Keine der sich im Rennen befindenden Mannschaften weist zurzeit jedoch die notwendige Konstanz auf, um die Gegnerschaft zu dominieren und davonzuziehen.

FC Sirnach – FC Widnau

Der FC Sirnach hat am Sonntag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den FC Widnau die Möglichkeit, punktemässig zum Leader aufzuschliessen. Die Hinterthurgauer haben jedoch das Handicap, immer noch über zwei Spieler zu verfügen, die gesperrt sind. Hoffnung, dass ein Erfolgserlebnis trotzdem möglich ist, gibt die Leistung und das Resultat der Widnauer in ihrem Spiel am vergangenen Mittwoch gegen Altstetten wieder. Widnau schaffte gegen den Tabellenzweitletzten lediglich ein 2:2-Unentschieden und soll gemäss Spielbericht 70 Minuten lang vom wahrscheinlichen Absteiger dominiert worden sein. Der FC Widnau habe es lediglich seiner Effizienz zu verdanken gehabt, dass statt eines Unentschiedens nicht sogar eine Niederlage resultiert habe.

Trotz dieser Umstände muss sich der FC Sirnach im Vergleich zum Auswärtsspiel gegen Mels verbessern, will er zum Erfolg kommen. Versuchte es die Mannschaft vor einer Woche mit unendlich vielen weiten Bällen, ihren Einmannsturm zu lancieren, sollte er sich am Sonntag darauf besinnen, wieder einmal mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Trotz der sperrebedingten Absenzen von Leistungsträgern verfügt der FC Sirnach noch über genügend Qualität in seinem Kader, das Spiel zu gestalten und auch offensiver aufzutreten, also mit zwei echten Stürmern den Torerfolg zu suchen.

FC Bazenheid – FC Wattwil-Bunt

Geht es im Heimspiel von morgen Samstag um 17.30 Uhr für den FC Bazenheid «lediglich» darum, mit einem Sieg den Kontakt zum Leader FC Wil U20 zu halten und darauf zu hoffen, dass der Wiler Nachwuchs strauchelt, um ihn in der Tabelle zu überflügeln, hat der FC Wattwil-Bunt andere Ziele. Aktuell belegt dieser Verein den zweitletzten Rang (Abstiegsplatz) in der Tabelle, mit sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer. Vor einer Woche hat er gegen den Tabellendritten FC Herisau ein 0:0-Unentschieden erreicht. Dieser Auftritt lässt ihn hoffen, auch dem FC Bazenheid erfolgreich Paroli zu bieten und sich gegen den drohenden Abstieg zu wehren. Eine Motivationsspritze für den FC Wattwil-Bunt ist auch der Umstand, dass es sich in dieser Begegnung um ein echtes Toggenburger Derby handelt, dem letzten vielleicht für längere Zeit in der 2. Liga. Keine Spieler der ersten Mannschaft des FC Bazenheid müssen eine Sperre absitzen. Wie sich die Verletztenliste morgen Samstag jedoch präsentiert, kann noch nicht schlüssig beantwortet werden.

FC Winkeln – FC Wil U20

Um 16.30 Uhr beginnt diese Partie morgen Samstag auf dem Gründenmoos und wiederum könnten die Aussagen zu diesem Spiel vom Vorjahr wiederholt werden. Ein spielstarkes Team, bei dem es um nichts mehr gehet (FC Winkeln), trifft auf eine Truppe (FC Wil U20), in der zahlreiche Talente spielen und die wissen, dass auf dem Nebenschauplatz zur AFG Arena immer besonders viele Augen nach Spielern mit Potenzial suchen, um die eigenen Mannschaften zu verstärken. Und im FC Wil U20 steckt Potenzial. Nur muss es abgerufen werden, und das war in der Vergangenheit nicht immer so. Am Trainer der Wiler wird es liegen, seine Spieler entsprechend darauf vorzubereiten, damit das Ziel Aufstieg nicht plötzlich aus den Augen verloren wird.

FC Uzwil – FC Bischofszell

Eine mindestens auf dem Papier leichte Aufgabe hat der FC Uzwil, der morgen Samstag um 17 Uhr zu Hause auf der Rüti gegen den FC Bischofszell antritt. Die Thurgauer könnten jedoch mit einem Vollerfolg den Ligaerhalt sichern. Entgegen anderslautenden Meldungen wird noch nicht der neue Trainer René Benz den FC Uzwil ins Spiel führen. Artan Rexaj, der Sportchef konkretisiert: «Bis im Sommer wird weiterhin Roger Jäger die Mannschaft trainieren und auch das Coaching im Spiel übernehmen. Ich selber unterstütze ihn lediglich dabei.»

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