18mal mehr Euro benötigt als üblich

Samstagmorgen um 8.30 Uhr am Bancomaten der Thurgauer Kantonalbank (TKB) in Rickenbach. Verfügbar sind nur Schweizer Franken, nicht aber Euro. Eine halbe Stunde später am Bancomaten der Hauptgeschäftsstelle Wil der St. Galler Kantonalbank (SGKB): Auch hier sind keine Euro verfügbar.

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Samstagmorgen um 8.30 Uhr am Bancomaten der Thurgauer Kantonalbank (TKB) in Rickenbach. Verfügbar sind nur Schweizer Franken, nicht aber Euro. Eine halbe Stunde später am Bancomaten der Hauptgeschäftsstelle Wil der St. Galler Kantonalbank (SGKB): Auch hier sind keine Euro verfügbar. Desgleichen bei Bancomaten anderer Geldinstitute in der Region – ausschliesslich Franken verfügbar. «Die Geschäftsstelle Wil hat die Bancomaten zwar nachgefüllt, doch am Freitag um 16.15 Uhr gingen die Euro-Noten aus», sagt SGKB-Mediensprecherin Yildiz Asan. Das erklärt, weshalb auf dem Display keine Position zum Bezug von Euro erschienen ist. «Wenn keine Euro mehr verfügbar sind, werden auf dem Display des Bancomaten automatisch keine Euro mehr angeboten, und die entsprechende Position erscheint nicht mehr», sagt Yildiz Asan. Die Nachfrage nach Euro sei in den vergangenen Tagen weit überdurchschnittlich gewesen. Mittlerweile habe sich die Situation wieder etwas beruhigt, auch wenn der Euro nach wie vor stärker nachgefragt sei als üblich.

Ähnlich äussert sich TKB-Mediensprecherin Sabrina Dünnenberger: «Die TKB hat am Donnerstag schnell reagiert und Euro-Noten nachbestellt.» Die Lieferanten seien aber dermassen mit Bestellungen überrannt worden, dass nicht alle wie gewünscht ausgeführt werden konnten. «Wir haben am 15. Januar, am Tag der Bekanntgabe des SNB-Entscheids, an unseren Bancomaten etwa zehnmal mehr Euro ausgegeben als eine Woche zuvor. An den Schaltern waren es gar 18mal mehr.»

Beide Mediensprecherinnen versichern, gegenwärtig sollten wieder genügend Euro-Noten verfügbar sein, sowohl an den Schaltern als auch an den Bancomaten. (hs)