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149 aspirieren auf 18 Sitze

Die Wahlberechtigten dürfen am 11. März die 18 dem Wahlkreis Wil zustehenden Sitze neu besetzen. Um diese Sitze buhlen 40 Frauen und 109 Männer verschiedener Parteien. Ein Drittel der Kandidierenden ist auf einer Liste der Grünen.
Sebastian Keller
Der Kantonsratssaal: Wo einst der Fürstabt thronte, finden die Sessionen des Kantonsrates statt. (Bild: zVg)

Der Kantonsratssaal: Wo einst der Fürstabt thronte, finden die Sessionen des Kantonsrates statt. (Bild: zVg)

REGION. Viele traf es hart vor vier Jahren: Sechs amtierende Kantonsräte wurden am 16. März 2008 im Wahlkreis Wil abgewählt. Die Situation war damals eine andere als heute: Der Kantonsrat wurde von 180 auf 120 Sitze verkleinert. Die Konsequenz: Es hatte auch für den Wahlkreis Wil weniger Platz im Kantonsrat: noch 18 statt bisher 27 Sitze. Für die Kantonsratswahlen vom 1. März gibt es – von Gesetzes wegen – nicht weniger Sitze, zumindest in diesem Wahlkreis nicht. Es sind aber mehr Listen und mehr Kandidaten im Rennen. Auf 12 Listen (zwei sind noch nicht bereinigt) wollen 149 Personen eines der 18 Mandate erobern; an den Erneuerungswahlen 2008 waren es 147. Interessant: Waren es vor vier Jahren noch 46 Frauen, sind es heuer 40. Für den Wahlkreis Wil sind aktuell zwei Frauen im Kantonsrat.

BDP tritt an, SD nicht mehr

Die Parteienlandschaft hat sich – was die Listen betrifft – auch im Wahlkreis Wil verändert. Die Schweizer Demokraten (SD) treten nicht mehr an. Die Bürgerlich-Demokratische Partei (BDP) geht mit einer Liste à sechs Personen an den Start. Mit einer Liste zu finden ist auch die Eidgenössisch-Demokratische Union (EDU) wieder; sie tritt mit drei Personen an. Ebenfalls mit einer Dreierliste versucht es die Piratenpartei (PPS). Sie wurde erst Ende vergangenen Jahres gegründet. Die Evangelische Volkspartei (EVP) trat vor vier Jahren noch mit einer Hauptliste und einer Liste mit Jungen an – mit insgesamt 25 Listenplätzen. Für die Wahlen im März machen sie gemeinsame Sache mit der CVP. Diese verfügt aktuell über fünf Sitze in St. Gallen. Auf der Liste CVP und EVP Wil-Untertoggenburg sind 14 CVP- und vier EVP-Mitglieder. Verantwortlich für die höchste Anzahl Listen im Kanton sind die Grünen: Sie versuchen es mit drei Listen und einem Personalaufgebot sondergleichen – bei einem amtierenden Kantonsrat. Insgesamt zählen die drei Listen Wil-Stadt, Wil-Land und Junge Grüne 48 Kandidierende (2008 waren es insgesamt 19 auf zwei Listen). Zu einem «grünen Dach» mit den Grünliberalen (GLP) ist es nicht gekommen. Die GLP tritt mit einer eigenen 13köpfigen Liste an. Über einen Drittel der Sitze verfügt die SVP heute. Sie ging aus den Wahlen 2008 als deutliche Siegerin hervor: sechs angepeilt, sechs geholt – trotz Verkleinerung des Kantonsparlaments. Die SVP erreichte 28,3 Prozent der Stimmen und war erstmals wählerstärkste Partei. Im März treten 15 SVP-Kandidaten an. Die FDP macht es wie vor vier Jahren: eine volle Hauptliste und eine Liste mit Jungfreisinnigen (sieben Kandidierende).

Wieder mit 18 Personen auf einer Liste treten die Sozialdemokratische Partei und Gewerkschaften an. Bei den vergangenen Wahlen verloren sie bis auf zwei alle Mandate (2004 waren es noch fünf). Drei amtierende Kantonsräte wurden nicht wiedergewählt.

Wieder tiefe Wahlbeteiligung?

Ob die vielen Kandidierenden auch die Wählerinnen und Wähler an die Urne locken werden, zeigt sich am Wahlsonntag. Die Wahlbeteiligung ist tendenziell tiefer als bei eidgenössischen Wahlen: Diese lag im Wahlkreis Wil bei den Kantonsratswahlen 2008 bei 34,07 Prozent. Zum Vergleich: Bei den Nationalratswahlen 2007 wählten 47,4 Prozent; 2011 waren es 48,4 Prozent.

Bild: SEBASTIAN KELLER

Bild: SEBASTIAN KELLER

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