Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

13000 Zuschauer am Lenggenwiler Fasnachtsumzug

Drei Tage eine fröhlich-friedliche Stimmung, drei Tage eine bunt-schräge Maskenparade, drei Tage eine anstrengend- gefreute Zusammenarbeit. Die Lenggenwiler Fasnacht ist vorbei, die Verantwortlichen ziehen eine positive Bilanz.
Zita Meienhofer
52 Bilder

Lenggenwiler Fasnacht

Walter, der Weltenbummler mit dem rot-weiss gestreiften Shirt und der rot-weiss gestreiften Mütze, bekannt aus den Wimmelbüchern, war dieses Jahr an der Lenggenwiler Fasnacht. «Wo ist Walter?» lautete das Motto, Walter war letztlich überall – am Clownball am Freitagabend, am Maskenball am Samstagabend und am Umzug am Sonntag. Walter mischte sich tüchtig unter die Menge und musste gesucht werden. Einfach war das am Maskenball am Samstag, wo sich Walter in x-facher Kopie in den verschiedenen Räumen tummelte. Die Sherlock-Holmes-Gruppe verbrachte voraussichtlich nicht allzu viel Zeit, um Walter zu entdecken. Schwieriger wurde es am Umzug, da war Walter eher rar vertreten. «Wo ist Walter? An der Fasnacht», lautete die Nummer einer Lenggenwiler Jungwachtgruppe, die andere Gruppe suchte ihn bei «Heidi». Luis und David Germann, zwei einheimische Schüler, machten sich ebenfalls auf die Suche und fanden ihn im Militär. Sie bauten dazu einen Schützenpanzer – fast in Originalgrösse.

Keiner zu klein für die Fasnacht, dachte sich wohl die Gruppe Chickenfarm Andwil. (Bilder: Zita Meienhofer)

Keiner zu klein für die Fasnacht, dachte sich wohl die Gruppe Chickenfarm Andwil. (Bilder: Zita Meienhofer)

Die Wildberghexen aus Jonschwil stellen jedes Jahr zu einem (politischen) Thema eine originelle und passende Dekoration für ihre Hexenkleider her.

Die Wildberghexen aus Jonschwil stellen jedes Jahr zu einem (politischen) Thema eine originelle und passende Dekoration für ihre Hexenkleider her.

Zum Thema «50 Jahre Mondlandung» bauten die Hobbyleutswiler aus Bischofszell einen technisch aufwendigen Wagenaufbau.

Zum Thema «50 Jahre Mondlandung» bauten die Hobbyleutswiler aus Bischofszell einen technisch aufwendigen Wagenaufbau.

Mit Blas- und Volksmusik sowie Töfflifahrern machte die Musig Lenggenwil auf ihr sechstägiges Fest «Top of 19» aufmerksam.

Mit Blas- und Volksmusik sowie Töfflifahrern machte die Musig Lenggenwil auf ihr sechstägiges Fest «Top of 19» aufmerksam.

«Wo ist Walter? An der Fasnacht» hiess es bei einer Jungwachtgruppe.

«Wo ist Walter? An der Fasnacht» hiess es bei einer Jungwachtgruppe.

David und Luis Germann bauten einen Panzer und suchten Walter im Militär.

David und Luis Germann bauten einen Panzer und suchten Walter im Militär.

Ein Thema, das am Umzug auffiel, war die erste Mondlandung, die sich heuer zum 50. Mal jährt. Eine riesengrosse Rakete, die sich bewegen lässt, sowie viel Weltraumzubehör bauten die Hobbyleutswiler aus Bischofszell sowie auch «Jung und Stark Nassen» auf ihre Wagen. Ebenfalls hat der heisse und trockene Sommer die Fasnächtler dazu bewegt, dieses Ereignis zu thematisieren. «Brandlöscher Sommer 2018» hiess es bei den Kolegä Gähwil und Umgebung. Auf einem nachgebauten Feuerwehrwagen samt Hubretter waren sie für das Löschen – auch des Durstes – gerüstet. Die Wildberghexen aus Jonschwil hielten dem Publikum ihre verelendeten Fische hin: «Bim Wassermangel müend d’Fischli sterbe, sie schwimmed voll is verderbe. Doch statt abfische und kompostiere, tüend mirs recycliere und geh zum probiere». Ebenfalls hatten sie ein Rezept für Wassermangel: Schneemänner sammeln.

Die Abtwiler Gnomen gehören zu den treuen Teilnehmern am Umzug.

Die Abtwiler Gnomen gehören zu den treuen Teilnehmern am Umzug.

Walter hatte sich ein gutes Wochenende für seinen Fasnachtsbesuch ausgesucht – vor allem, was das Wetter betraf. Die Temperaturen waren mild, am Sonntag schien die Sonne, was viele Zuschauende an den Umzug lockte. Rund 13000 Personen – schätzten die Organisatoren – säumten den Strassenrand und applaudierten den 69 teilnehmenden Gruppen und Guggen. Severin Löhrer, Präsident des Fasnachtskomitees, ist mehr als zufrieden mit der 41. Ausgabe dieses Anlasses. «Es ist alles sehr gut gelaufen. Die Leute kamen, es gab keine Vorfälle und die Stimmung war sehr friedlich». Er zieht ein äusserst positives Fazit. Am Freitag seien zwar deutlich weniger Clowns als im Vorjahr gekommen, Eintritte hätten sie jedoch ebenso viele verkauft wie damals. Um die Stiftung Theodora, für welche pro teilnehmendem Clown ein Franken gespendet worden wäre, trotzdem entsprechend zu unterstützen, haben die Organisatoren als Beitrag eine Schnapszahl gewählt. 1111 Franken gehen nun an die Spitalclowns. Der Maskenball am Samstag war sehr gut besucht, die Kostüme vielfach äusserst originell – und Walter war überall. Löhrer nach seinem schönsten Erlebnis dieser drei Tage befragt, sagte spontan: «Mich beeindruckte der Zusammenhalt aller Helfenden.» Wegen Krankheit seien einige ausgefallen, dadurch mussten andere zusätzliche Schichten übernehmen, was problemlos hingenommen worden sei.

Bunt und laut: Ruck Zuck Schränzer aus Degersheim.

Bunt und laut: Ruck Zuck Schränzer aus Degersheim.

Walter hatte sich anschliessend an den Umzug über die kakofonischen Klänge in der Halle gefreut. Nun geht er weiter. Wohin? «Sucht mich», sagte er.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.