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Süden, Osten, China und Flawil: Monday Night Music eröffnete seine 13. Saison

Auf der Bühne stand die österreichische Band Southmade.
Michael Hug
Southmade am Montagabend im Kulturkeller des «China Garten». (Bild: Michael Hug)

Southmade am Montagabend im Kulturkeller des «China Garten». (Bild: Michael Hug)

Das ist schon mal eine Vortäuschung: «Southmade», also «im Süden gemacht», kommt nicht von dort, sondern aus dem Osten. Genauer aus Österreich oder eben dem Vorarlberg. Und die Musik, die gemacht wird, stammt aus dem Westen, genauer aus den USA. Rock’n’Roll, Rockabilly, Hillbilly, etwas Folk, etwas Blues. Und dann macht Southmade auch fast nichts selber, sondern spielt nach – covert eingängige Songs bekannter Interpreten aus verschiedenen Musikepochen.

Nur damit hier alles seine Richtigkeit hat – aber es fragt eigentlich niemand danach. Southmade spielt gute, solide Stimmungsmusik aus den Fünfzigern bis Siebzigern, mitreissend und tanzbar. Nur tanzt fast niemand, das Flawiler Publikum verliert nicht gerne Contenance und bleibt sitzen. Seiner Begeisterung gibt es dennoch Ausdruck, mit einem Wiegen des Kopfes eventuell auch mit Taktklatschen.

Sommer lang gezittert

Mit dem Konzert mit Southmade eröffnete Monday Night Music seine Wintersaison unter neuen Vorzeichen (siehe Kastentext). Nachdem man wegen des anstehenden erneuten Wirtewechsels den ganzen Sommer über gezittert hatte, ob der Verein seine Konzerte weiterhin im «Kulturkeller» abhalten kann, weiss man nun: Man kann. Die neuen Wirte stehen dem Treiben in ihrem Keller positiv gegenüber.

Bis vor zwei Wochen war man sich dessen noch nicht sicher, sagt Urs Rechsteiner, Präsident von MNM. Trotzdem musste der Programmchef ein Programm zusammenstellen und Bands buchen, obwohl er nicht wusste, wo die Konzerte stattfinden werden. Doch nun ist alles okay, man bleibt, wo man war, und Southmade, die schon des Öftern da waren, kamen ein weiteres Mal.

Würdiger Auftakt

Und die Band versetzte das Publikum einmal mehr in helle Begeisterung. Southmade spielte «His Latest Flame» von Elvis Presley (Text/Komposition: Doc Pomus/Mort Shuman 1961), «Folsom Prison Blues» von Johnny Cash (Johnny Cash/Gordon Jenkins 1955) oder «Pledging My Love» von Johnny Ace (Ferdinand Washington/Don Robey 1954).

Frontman Jon Burrows (der übrigens nicht aus Österreich stammt, sondern als Deutsch-Amerikaner in Deutschland lebt) zeigte dabei, was er draufhat: Mit seiner Stimme würde er einige (der verstorbenen) Interpreten seiner Songvorlagen problemlos übertönen. Es war ein würdiger Auftakt zur 13. Saison des Flawiler Musikclubs.

«China Garten» ist das neue Restaurant Park

Das neue Wirtepaar Shi Lin hat seinen «China Garten» im ehemaligen «Park» erst vor einer Woche eröffnet. Nach nur zwei Monaten Betrieb war das kosovarische Wirteduo mit ihrem im März 2019 eröffneten «La buona tavola» wieder aus dem Pachtvertrag ausgestiegen. MNM stand nach nur einem Konzert wieder ohne Lokal da. Doch auch die neuen Wirte bewerten die Synergien zwischen dem Gastwirtschaftsbetrieb und den Konzertveranstaltungen positiv. Schliesslich bringt der Verein jeden zweiten Montag im Winter rund 30 Gäste ins Haus. Wirtin Shi Lin verspricht: «Wir werden täglich ausser dienstags am Mittag und Abend offen haben und es besteht kein Essenszwang.» Diesen Fehler will die neue Wirtin nicht machen. Im Angebot stehen chineschische Menus und Spezialitäten. (mhu)

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