1.-August-Feier
Das Wetter spielte bei der Bundesfeier in Wil nicht mit – Rednerin Ursula Egli verlor den Optimismus dennoch nicht

Zwei Jahre lang mussten die Menschen aus Wil und Wilen ohne offizielle Bundesfeier auskommen. Kein Wunder, liessen es sich an die 300 Personen nicht nehmen, dem Event auf der Oberen Weierwiese beizuwohnen.

Christof Lampart
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Etwa 300 Leute fanden sich zur 1.-August-Feier auf der Oberen Weierwiese ein.

Etwa 300 Leute fanden sich zur 1.-August-Feier auf der Oberen Weierwiese ein.

Bild: Christof Lampart

Dass trotz Funken- und Feuerwerksverbot so viele Menschen am 1. August den Weg auf das Areal des Reitklubs Wil fanden, war erfreulich. Die offizielle Bundesfeier fand nach zwei Jahren Pause wieder statt. Etwa 300 Personen fanden sich auf der Oberen Weierwiese ein.

Genügend Festgarnituren waren zwar aufgestellt und auf der grossen Bühne spielte schon lange vor der Rede die Schwyzerörgeli-Gruppe Chrüz und Quer, doch irgendwie fühlte man sich, wie eine Banknachbarin bemerkte, «als Besucherin wie bestellt, aber nicht abgeholt».

Vielleicht lag dies auch daran, dass die eigentlich auf 20.30 Uhr vorgesehene Bundesfeierrede der Wiler Stadträtin Ursula Egli sich immer weiter nach hinten verschob und mit gut einer Stunde Verspätung gehalten wurde. Warum dem so war, erfuhr man nicht.

Da während der Warterei immer wieder kurze, aber heftige Regengüsse auf die Festgemeinde niedergingen, was diese wiederholt dazu veranlasste, zwischen den Open-Air-Festbänken und dem gedeckten Reithalle-Unterstand hin und her zu flüchten, wurde die Feierlaune vieler gedämpft.

Vor dem Regen noch gut gefüllt, lichteten sich die Reihen während der wiederholt einsetzenden Regengüsse nach und nach deutlich, sodass am Ende nur noch die Hartgesottensten auf den Bänken ausharrten, als Stadträtin Ursula Egli auf der Oberen Weierwiese ihre Festtagsrede hielt.

Vor dem Regen noch gut gefüllt, lichteten sich die Reihen während der wiederholt einsetzenden Regengüsse nach und nach deutlich, sodass am Ende nur noch die Hartgesottensten auf den Bänken ausharrten, als Stadträtin Ursula Egli auf der Oberen Weierwiese ihre Festtagsrede hielt.

Bild: Christof Lampart

Warnende Worte und optimistischer Ausblick

Auf jeden Fall sassen zum Zeitpunkt, als die Wiler Stadträtin Ursula Egli (SVP) ans Mikrofon trat, nur noch wenige Hartgesottene mit Regenschirmen auf den Bänken. Doch Ursula Egli liess sich vom Wetter nicht die Stimmung vermiesen.

In ihrer Festtagsrede zum 731. Geburtstag der Eidgenossenschaft rief sie der Festgemeinde in Erinnerung, welche Werte die Schweiz stark und wehrhaft – nach aussen und innen – gemacht habe. «Immer wieder ist es gelungen, gemeinsam in die gleiche Richtung zu gehen und positiv in die Zukunft zu schauen. Zum Geburtstag wünsche ich unserem Land, dass dieser Zusammenhalt der Eidgenossenschaft auch morgen und übermorgen nicht verloren geht», so Egli.

Die Wiler Stadträtin Ursula Egli wünschte sich, dass sich die Schweizerinnen und Schweizer auch zukünftig untereinander solidarisch zeigten, sodass der «Zusammenhalt der Eidgenossenschaft» nicht verloren gehe.

Die Wiler Stadträtin Ursula Egli wünschte sich, dass sich die Schweizerinnen und Schweizer auch zukünftig untereinander solidarisch zeigten, sodass der «Zusammenhalt der Eidgenossenschaft» nicht verloren gehe.

Bild: Christof Lampart

Wir könnten froh sein, dass die Schweiz ein «Sonderfall» in Sachen Freiheit und Wohlstand sei, so Egli. Diese ideellen und materiellen Werte gelte es unbedingt zu erhalten. Dass dies jedoch keine Selbstverständlichkeit sei, könne man aktuell an vielen Orten auf der Welt sehen.

Damit dieses Vorhaben gelinge, müsse man auch zukünftig den Mut aufbringen, um «Nein zu ideologischen Theorien zu sagen, die unsere langjährigen Werte in Frage stellen und so auch unser Zusammenleben gefährden», betonte Egli und fügte an: «Auch wenn unser Land und unser Zusammenleben vermehrt unter Druck stehen, bin ich optimistisch für die Zukunft.»