0,4 Mio. tieferer Steuerertrag

38,4 Millionen Franken Steuern hat Uzwil im vergangenen Jahr eingenommen. Eine halbe Million weniger als im Vorjahr, 0,4 Mio. weniger als budgetiert.

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UZWIL. Die Steuererträge der Gemeinde Uzwil waren 2014 um rund 0,5 Mio. tiefer als im Vorjahr. Sie lagen 400 000 Franken oder ein Prozent unter dem Budget. Allerdings hätten die Steuererträge der Jahre 2013 und 2012 über den Erwartungen gelegen, relativiert der Gemeinderat. Wichtigste Steuern für die Gemeinde sind die Einkommens- und Vermögenssteuern der Einwohner. Sie machen 83 Prozent der Steuereinnahmen aus, absolut 31,8 Mio. Franken. Der Gemeinderat hatte mit einem Zuwachs von 2,25 Prozent gerechnet. Das Budget wurde nicht erreicht. Mehrerträge bei den Grundsteuern, Handänderungssteuern und Grundstückgewinnsteuern konnten den Rückstand teilweise wettmachen.

Steuern der Unternehmen

Von allen Firmen mit Sitz in Uzwil erhielt die Gemeinde im Jahr 2014 insgesamt 2,34 Mio. Franken an Steuern. Die Unternehmenssteuern könnten sich aufgrund der eidgenössischen Steuerpolitik in naher Zukunft halbieren. Der Entscheid der Schweizer Nationalbank, die Untergrenze zum Euro aufzuheben, dürfte zusätzlich dazu beitragen, dass die direkten Unternehmenssteuern wohl Geschichte sind. Diese Feststellung zeigt, dass der Wohnort der Menschen steuerlich gesehen an Bedeutung zunimmt. Ist das sinnvoll? Arbeitsplätze brauchen auch öffentliche Infrastruktur. Je weiter Wohnen und Arbeiten auseinander liegen, umso mehr. Hier wird sich etwas ändern müssen, schreibt der Gemeinderat.

Erwartetes Ergebnis

«Ein Prozent Abweichung liegt in der Budgetstreuung. Trotzdem hätte ich die Abweichung gerne auf die andere Seite gehabt», wird Gemeindepräsident Lucas Keel im Communiqué aus dem Gemeindehaus zitiert. Die Entwicklung komme aber nicht unerwartet. Bereits im Herbst habe die Gemeinde bei den Steuern der Einwohnerinnen und Einwohner mit dem nun realisierten Jahresergebnis gerechnet. Dieses habe auch die Grundlage für das Budget 2015 gebildet.

Steuerkraft ausgleichen

Die Steuerkraftunterschiede zwischen den Gemeinden werden vom Kanton ausgeglichen. Dabei wird ein Zweijahresdurchschnitt betrachtet. 2013 war für die Uzwiler Steuerkraft ein gutes Jahr, 2014 nicht.

Es lässt sich jetzt noch nicht abschätzen, wie sich der Kompensationsmechanismus für Uzwil auswirken wird. Dieser kommt immer erst um ein Jahr verzögert. (gk/red.)