Wieder Wingsuitpilot tödlich verunglückt

WALENSTADT. Ein 39-jähriger Mexikaner ist am Sonntagmittag mit seinem Wingsuit auf der Höhe Tieregg abgestürzt und noch auf der Unfallstelle verstorben. Es ist nicht der erste tödliche Unfall bei dieser in der Wingsuit-Szene beliebten Absprungsstelle.

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Der 39-Jährige war mit vier weiteren Personen vom Hinterrugg bei der Absprungstelle Sputnik gestartet. Gemäss Hinweisen von Beobachtern geriet der Flug des Mexikaners ausser Kontrolle. Deshalb öffnete er den Fallschirm. Trotzdem konnte der Mann den Aufprall auf der Wiese nicht mehr verhindern. Der 39-Jährige konnte laut Polizeimeldung nur noch tot von der Rega geborgen werden.

Mehrere schlimme Unfälle
Es gab schon mehrere Todesopfer und schwer Verletzte in der Basejump-Szene an dieser Absprungsstelle. Erst gerade vor einer Woche stürzte ein Brite beim Landplatz Upie im Churfirstenmassiv ab und musste mit Rückenverletzungen ins Spital geflogen werden. Nur eine Woche vorher verunglückte ein 36-jähriger Speedflyer tödlich. Ein Jahr zuvor, im September 2013, wurde ein 35-jähriger Basejumper aus Grossbritannien schwer verletzt auf der Alp Hinter Büls von Wanderern aufgefunden. Am 22. August 2013 stürzte ein 43-jähriger Mann, der ebenfalls beim "Sputnik" in die Tiefe sprang ab und verletzte sich schwer. Ein 30jähriger Basejumper wurde im März 2013 erst nach tagelanger Suche gefunden. Tot.

Vereinbarungen mit der Gemeinde
Erste Basejumper entdeckten die Absprungrampe "Sputnik" beim Hinterrugg etwa vor sechs Jahren. Seither läuft in Walenstadt eine Diskussion um diese gefährlichste Sportart der Welt und darum, was erlaubt sein soll und was nicht. Die Gemeinde traf deshalb Vereinbarungen mit den Basejumpern: Während der Wintermonate bis in den Mai soll es keine Flüge geben, um die Gemsen und Steinböcke in den Churfirsten zu schützen. Zudem sollen auch Helikopterflüge vermieden werden. Im vergangenen Jahr gab es rund 500 Basejumps von den Churfirsten hinab zum Walensee.(kapo/chs)

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