Wieder Nährstoff im See

Im Fischerei-Jahr 2015 verzeichneten die Berufsfischer am Obersee die schlechtesten Erträge seit 1917. Auch in den ersten fünf Monaten im laufenden Jahr hielt der Abwärtstrend bisher weiter an.

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Im Fischerei-Jahr 2015 verzeichneten die Berufsfischer am Obersee die schlechtesten Erträge seit 1917. Auch in den ersten fünf Monaten im laufenden Jahr hielt der Abwärtstrend bisher weiter an.

Das diesjährige Hochwasser bis Mitte Juni setzte mit seinen starken Nährstoffeinträgen die gesamten biologische Nahrungskette in Bewegung. Die Felchen hätten im Moment wieder ausreichend Nahrung und die Berufsfischer damit wieder bessere Fangerträge, sagt der Landschlachter Berufsfischer Reto Leuch, Präsident der Schweizer Bodenseefischer.

Die Auswirkungen des Hochwassers bestärkten die Theorie der Berufsfischer, sagt Leuch. Diese fordern, dass im Sommer die Kläranlagen weniger Phosphat ausfällen. Dadurch würden mehr Nährstoffe in die oberen Wasserschichten des Sees eingeleitet, statt sie in sehr tiefe Lagen fliessen zu lassen, wie das heute gemacht werde. Heute aber blieben die Fische in den Tiefen des Sees. (sme.)